Thema:

Tourismus

Tourismusmanagement darf nicht an Kreisgrenzen enden, sondern sollte für ein touristisches Zielgebiet kreis- und länderübergreifend geordnet werden. Ziel muss es sein, leistungsfähige Destinationen zu bilden.

Die Tourismusförderung des Landes muss die bisherigen regionalen Initiativen bzw. Anregungen der Vertretungsorgane der regionalen Tourismuswirtschaft unterstützen. Die hessischen Regionen sind zielgerechter zu vermarkten. Dazu wollen wir eine Dachgesellschaft gründen, an der das Land mit 50 % beteiligt ist und in der der vorhandene Sachverstand gebündelt wird. Wünschenswert ist eine Bündelung des Know-hows von Hessen Agentur, Hessen Trade and Invest und der entsprechenden Verbände, um die praxisnahe Vermarktung der Destinationen zu optimieren. Zu dieser gemeinsamen Konzeption muss auch gehören, dass eine Neukonzeption eines touristischen Auftritts auf hervorragenden Messen erfolgt, einschließlich eines gemeinsamen hessischen Messestandes.

Tourismusmanagement darf nicht an Kreisgrenzen enden, sondern sollte für ein touristisches Zielgebiet kreis- und länderübergreifend geordnet werden. Das Nebeneinander von Regionen, Kommunen, Fremdenverkehrsverbänden und Betrieben muss überwunden werden, damit eigendynamische und strategisch geordnete Angebots- und Wettbewerbseinheiten entstehen. Wir wollen leistungsfähige Destinationen.

Erreicht werden muss endlich eine Verbesserung der Anschlüsse der hessischen Tourismusgebiete und Betriebe an die Vertriebspartner der touristischen Vermarktungssysteme. Die Vermarktungsstrategien sind im Hinblick auf ihre Zielgruppen und aktuelles Marketing, unter stärkerer Einbeziehung der neuen Medien, zu optimieren.

Neben Städtereisen mit vielfältigem Kultur- und Kongressangebot bietet Hessen mit seiner landschaftlichen Schönheit und seiner gut ausgebauten Infrastruktur, den intakten Dörfern und gastfreundlichen Unterkünften hervorragende Bedingungen für einen Landurlaub. Ferien auf dem Bauernhof sind ein wichtiger Faktor für das Dienstleistungswachstum auf dem Land. Diese Urlaubsform hat sich für den Zweiturlaub aller Altersgruppen, insbesondere auch für den Urlaub von Familien mit Kindern, etabliert. Dieses Marktsegment ist noch stärker auszubauen und in die allgemeine Tourismuskonzeption zu integrieren.

Der Urlaubsgast wird künftig nur dann ein Reiseziel wählen, wenn entsprechende Freizeitangebote vorgehalten werden. Die Schaffung von regionaltypischen Angeboten/Produkten wie Weinproben, Ferienkursen, Angebote des Fahrrad-, Wander- und Wassertourismus, aber auch Wintersportaktivitäten und kulturelle Angebote und deren Verknüpfung, wie Konzertbesuche mit Museumsbesuchen und Wellness, sind für eine erfolgreiche Vermarktung unerlässlich.

Ferner könnten in Regionen, die landschaftlich interessant sind, wie die Skigebiete in Willingen, die Rhön, der Odenwald oder kulturelle Attraktivitäten wie die in Kassel stattfindende documenta, die Hersfelder Festspiele und andere Sport- und Aktivurlaube ebenfalls als „Produkte“ vermarktet werden.