KNELL: Guter Hitzeschutz beginnt in Klinik und Pflegeheim

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Wiebke Knell, Fraktionsvorsitzende der Freien Demokraten im Hessischen Landtag, hat von der schwarz-roten Landesregierung einen besseren Hitzeschutz gefordert: „Guter Hitzeschutz zeigt sich an den Temperaturen im Patientenzimmer im Krankenhaus, im Pflegeheim und im Schlafraum einer Kindertagesstätte. Dort muss eine verlässliche Kühlung zur Grundausstattung gehören“, erklärt Knell anlässlich der heutigen Plenardebatte über Konsequenzen aus dem Hitzesommer. Zwar brauche es weiterhin Verschattung, gute Dämmung, Fassaden- und Dachbegrünung sowie Bäume, Entsiegelung und eine Stadtplanung, die Hitze von vornherein mitdenke. „Gleichzeitig sind aber Klimaanlagen unverzichtbar – zunächst dort, wo die gesundheitlichen Folgen besonders schwerwiegend sind. Mittelfristig werden wir aber dazu übergehen müssen, jeden Quadratzentimeter in öffentlichen Gebäuden zu klimatisieren.“

Knell weist außer auf die gesundheitlichen Auswirkungen großer Hitze auch auf die wirtschaftlichen Folgen hin: „Die Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände hat darauf aufmerksam gemacht, dass jeder Tag mit Temperaturen von mehr als 35 Grad die hessische Wirtschaft rund 75 Millionen Euro kostet.“ Auch aus diesem Grund sei Hitzeanpassung wichtig und das von der Landesregierung angekündigte Programm zum Hitzeschutz richtig. „Aktuell ist Hessen aber nicht mal ansatzweise gut vorbereitet. Das muss ich ändern, und zwar am besten sehr schnell. Der nächste heiße Sommer kommt und wird auch nicht der letzte sein. Hitzeaktionspläne und Warnsysteme bleiben wichtig. Hitzeschutz muss aber zugleich dafür sorgen, dass Räume kühler werden und Menschen zuverlässig geschützt sind.“