Unrealistische ADFC-Forderungen

Verkehr21. August 2015

RENTSCH: ADFC-Forderung geht an Lebenswirklichkeit der hessischen Bürger vorbei - Gängelung der Autofahrer macht Radfahren nicht attraktiver

Anlässlich der Forderung des ADFC, Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit einzuführen, erklärte der Vorsitzende der FDP-Fraktion im Hessischen Landtag, Florian RENTSCH: „Für uns steht fest, dass der Radverkehr in Hessen gefördert werden muss, weshalb wir auch in Ressortverantwortung den Radwegeausbau vorangebracht haben. So sind – begonnen mit der Amtszeit von Dieter Posch 1999 – in FDP-Verantwortung weit mehr als 90 Kilometer Radwege in Hessen gebaut worden. Die ADFC-Forderung nach einer Einführung von Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit geht jedoch an der Lebenswirklichkeit der Bürger in unserem Land vorbei: Der Straßenverkehr würde auf diese Weise massiv und unverhältnismäßig ausgebremst werden, was besonders angesichts der Tatsache, dass sehr viele Hessen unausweichlich auf ihr Auto angewiesen sind, nicht praktikabel ist. Es ist unserer Ansicht nach daher der falsche Weg, unterschiedliche Verkehrsmittel gegeneinander auszuspielen. Denn alleine dadurch, dass das Autofahren unattraktiver gemacht werden soll, wird das Fahrradfahren keineswegs automatisch attraktiver. Eine derartige Gängelung der hessischen Autofahrer lehnen wir aus diesem Grund ab.“