STIRBÖCK: Kinder im Netz schützen statt Social Media pauschal verbieten

vom •

Oliver Stirböck, Parlamentarischer Geschäftsführer der Freien Demokraten im Hessischen Landtag, hat sich anlässlich der Beratungen des Hauptausschusses über den Schutz von Kindern und Jugendlichen in sozialen Medien erneut gegen ein pauschales Social-Media-Verbot für Minderjährige ausgesprochen: „Kinder und Jugendliche müssen im Internet besser vor Cybermobbing und ungeeigneten Inhalten geschützt werden. Ein pauschales Verbot sozialer Medien ist dafür aber die falsche Antwort. Es wäre leicht zu umgehen und würde jungen Menschen wichtige Möglichkeiten nehmen, sich zu informieren und auszutauschen.

Die Freien Demokraten fordern stattdessen strengere Schutzvorgaben für die Betreiber sozialer Netzwerke. „Die Plattformen müssen dafür sorgen, dass ihre Angebote für Kinder und Jugendliche sicherer werden. Dazu gehören sichere Voreinstellungen und Grenzen für Funktionen, die Nutzer möglichst lange am Bildschirm halten sollen. Endloses Scrollen darf nicht auf Kosten der Gesundheit junger Menschen gehen“, betont Stirböck.

Neben den Plattformen kommt es auch auf die Begleitung junger Menschen im digitalen Alltag an. Stirböck erklärt: „Kinder und Jugendliche brauchen die Fähigkeiten, Risiken im Netz zu erkennen und soziale Medien verantwortungsvoll zu nutzen. Dabei spielen Eltern, Schulen und die Jugendarbeit eine wichtige Rolle. Wir müssen Schutz und digitale Teilhabe zusammendenken, damit junge Menschen sicher und selbstbestimmt im Netz unterwegs sein können.“