Neue Antriebe im öffentlichen Nahverkehr

Verkehr15. April 2018

  • Brennstoffzelle ernste Alternative zu batteriebasierter Elektromobilität
  • Entsprechende Busse haben längere Reichweite und sind schneller zu betanken
  • Ideologische Vorfestlegung der Grünen

Jürgen LENDERS, verkehrspolitischer Sprecher der FDP-Fraktion, hat sich für eine Neubewertung der Brennstoffzellentechnologie im öffentlichen Personennahverkehr ausgesprochen. „Die Anhörung zum Mobilitätsfördergesetz im Landtag hat gezeigt, dass die Brennstoffzellenantriebe im ÖPNV eine ernste Alternative zu batteriebasierter Elektromobilität darstellt“, sagte Lenders. „Batterie-Elektromobilität ist das bevorzugte Konzept der Grünen und von Verkehrsminister Tarek Al-Wazir – allerdings funktioniert es in der Praxis oft schlechter als Busse mit Brennstoffzellen-Antrieb. So hat die Stadt Frankfurt für ihre Verkehrsbetriebe umfangreiche Untersuchungen angestellt und festgestellt, dass die Brennstoffzellentechnik Elektrobussen mit Batterie überlegen ist. Vor allem bei langen Verbindungen sind Brennstoffzellenbusse deutlich im Vorteil, weil sie eine längere Reichweite haben und viel schneller betankbar sind. Wegen der langen Ladezeiten für die Batterie sind fast doppelt so viele Batteriebusse notwendig um Verbindungen anzudienen als im Vergleich Busse mit Brennstoffzellen, die quasi so schnell wie Dieselbusse betankbar sind.“

Lenders weiter:

„Wir brauchen in Hessen eine technologieoffene Förderung alternativer Antriebe und keine ideologische Vorfestlegung, wie sie von Seiten der Grünen erfolgt – auch weil die räumlichen Anforderungen beispielsweise in Wiesbaden ganz andere sind als in Frankfurt, wo der Aufbau einer dezentralen Ladeinfrastruktur für E-Busse auch an Platzproblemen scheitern würde.“