NAAS zu Start-up-Barometer

Wirtschaft14. Januar 2020

  • Hessen zum Gründerland machen
  • Start-up-Investitionen fließen an Hessen vorbei
  • Landesregierung muss Gründerkultur stärken

WIESBADEN – „Die Ergebnisse des heute vorgestellten Start-up-Barometers sind mehr als ernüchternd für Hessen“, zeigt sich der wirtschaftspolitische Sprecher der Freien Demokraten im Hessischen Landtag, Dr. Stefan NAAS, erschüttert. „Wenn wir es nicht schaffen, eine Gründerkultur in diesem Land zu etablieren, werden auch in Zukunft die Investitionen nach Berlin, Bayern und Nordrhein-Westfalen fließen.“ Das von der Beratungsfirma Ernst & Young jährlich erhobene Start-up-Barometer, das die Finanzierungen der Unternehmensgründungen untersucht, hatte ergeben, dass in Hessen nur rund 1,2 % der Investitionen in Start-ups geflossen sind. Selbst im Bereich Banking und Finance sind es weniger als 2 % der Investitionen, obwohl der Finanzplatz Frankfurt hier im Land liegt.

„Das Barometer offenbart für jeden offensichtlich, dass die Landesregierung zu wenig für eine gute Entwicklung der hessischen Wirtschaft tut“, ist sich Dr. Naas sicher. Sie kann keine überzeugenden Antworten auf strategische Herausforderungen vorweisen. Hessen bleibt hinter seinen Möglichkeiten zurück. Besonders bedauerlich ist die Entwicklung im Bereich der Unternehmensgründungen. Einen Hauptgrund sehen wir darin, dass es innerhalb der Landesregierung und insbesondere auch innerhalb des Wirtschaftsministeriums hierfür keine fokussierte Verantwortlichkeit gibt. Wir Freie Demokraten sehen in der Stärkung der digitalen Wettbewerbsfähigkeit und der Förderung der Gründer- und Innovationstätigkeit zentrale Aufgaben der hessischen Wirtschaftspolitik. Dabei müsse man feststellen, dass die bisherigen Maßnahmen nicht ausreichen, um diese Aufgabe zu erfüllen. „Wir brauchen zusätzlich einen mit ausreichend Finanzmitteln ausgestatteten „Tech-Fonds“, der Gründung und Wachstum technologieorientierter Unternehmen hessischer Hochschulen, Universitäten und wissenschaftlicher Institute unterstützt. Das wäre ein erheblicher Fortschritt auf dem Weg zu einem gründerfreundlichen Land“, erklärt Dr. Naas die Vorschläge der Freien Demokraten.