KNELL zum ÖPNV im ländlichen Raum

Verkehr14. Februar 2020

  •   ÖPNV auf dem Land hat Nachholbedarf
  •   Angebot muss attraktiv sein

WIESBADEN – „Noch immer wird zu wenig für den öffentlichen Personennahverkehr im ländlichen Raum getan“, konstatiert Wiebke KNELL, für den ländlichen Raum zuständige Sprecherin der Fraktion der Freien Demokraten im Hessischen Landtag. Sie nimmt Bezug auf die Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage der Freien Demokraten. Daraus geht hervor, dass es von 2014 bis 2018 zwar Zuwendungen aus Bundes- und Landesmitteln in Höhe von mehr als 330 Millionen Euro für den ÖPNV gab, jedoch sind davon nur gut 83 Millionen Euro in Projekte im ländlichen Raum geflossen. „Natürlich ist es richtig und wichtig, in Bahnlinien im Ballungsraum zu investieren. Aber vor allem auf dem Land ist der Nachholbedarf in der Verkehrsinfrastruktur groß“, sagt Knell. „Dass seit 2014 in ländlichen Regionen insgesamt nur 34 zusätzliche Haltestellen angedient werden, reicht nicht aus“, sagt Knell.

Die Sprecherin für den ländlichen Raum betont: „Der grüne Verkehrsminister fordert die Verkehrswende. Damit die Menschen vom Auto auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen, muss es aber auch ein attraktives Angebot an Bus- und Bahnverbindungen geben“, sagt Knell. „Wenn nur alle paar Stunden ein Bus fährt und die Haltestelle weit weg ist, ist die Fahrt mit dem Auto flexibler und bequemer. Ziel muss es sein, dass wir deutlich mehr on-demand-Angebote bekommen, die sich nach den individuellen Bedürfnissen der Menschen richten und nicht nach Fahrplänen.“