FDP-Delegation besucht Start-Up-Szene in Kassel

Wirtschaft18. März 2019

  • Knell, Lenders und Stirböck bei innovativen Unternehmen
  • Flächendeckender Breitband-Anschluss gefordert
  • Ländlichen Raum nicht abhängen

KASSEL – Gleich mehrere Abgeordnete der FDP-Fraktion im Hessischen Landtag waren in Kassel, um sich über Innovationen „Made in Nordhessen“ zu informieren. Erste Station war das Kassler Unternehmen „doks. Innovation“, das Drohnen mit Sensoren bestückt, um damit auf großen Logistikflächen die Warenregale automatisch zu erfassen. Der parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Fraktion, Jürgen LENDERS, zeigte sich davon beeindruckt: „Die Logistikbranche ist eine Schlüsselbranche in Hessen. Gerade hier muss in den Bereichen Digitalisierung und Infrastruktur viel getan werden. Die Landesregierung lässt aber die Bereitschaft vermissen, Innovationen zu fördern. Dabei haben wir in Hessen durch die zentrale Lage einen Standortvorteil, den wir auch nutzen müssen.“

Weitere Station war die Innovationsplattform „#NorthHessenAccelerates“. Hierfür haben sich der Medizintechnik-Hersteller B. Braun Melsungen, der Kasseler Düngemittelkonzern K+S und der Heiz- und Kältetechnikhersteller Viessmann aus Allendorf zusammengeschlossen. Sie wollen mit Hilfe von Start-Ups weltweit nach Antworten auf Zukunftsfragen und Herausforderungen suchen. Serak Rezane, Innovation Manager bei K+S, stellte die Plattform den Abgeordneten ausführlich den Abgeordneten vor. Insbesondere die Idee, den ländlichen Raum zu stärken, fand großen Anklang bei der stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden und Sprecherin für den ländlichen Raum Wiebke, KNELL: „Ich finde es sehr gut, dass es so eine Plattform hier bei uns in Nordhessen gibt. Nur so haben wir die Chance, den Standort Nordhessen national und international bekannt zu machen. Was aber leider an vielen Orten bei uns im ländlichen Raum fehlt, ist der flächendeckende Anschluss an das Breitbandnetz – das ist aber Voraussetzung, um für die Start-Up Szene überhaupt interessant zu sein. Hier wünsche ich mir mehr Einsatz der Landesregierung, damit der ländliche Raum nicht abgehängt wird.“

Ähnlich äußerte sich auch der Sprecher der FDP-Fraktion für Digitalisierung Oliver STIRBÖCK: „Gerade im Logistikbereich hat der Standort Kassel eine herausragende Bedeutung. Neben der digitalen Infrastruktur brauchen wir langfristig auch bessere steuerliche Rahmenbedingungen, insbesondere für Venture-Capital. Nur so halten wir innovative Start-Ups in der Region.“

Bildunterschrift:
FDP setzt sich für Innovationen aus Nordhessen ein (v.l. Eckart Drosse (ehemaliger Hauptgeschäftsführer des Bauindustrieverbandes Hessen-Thüringen), die Landtagsabgeordneten Oliver Stirböck und Wiebke Knell, Benjamin Federer (CEO doks.Innovation), Jürgen Lenders (Landtagsabgeordneter)