Dr. NAAS: Mehr tun für die duale Ausbildung

Berufliche Bildung11. April 2019

  • Erfreuliche Steigerung der Ausbildungsverträge
  • Landesregierung verschläft Fachkräftesicherung
  • Bildungssystem muss durchlässiger werden

WIESBADEN – Der wirtschaftspolitische Sprecher der Freien Demokraten im Hessischen Landtag, Dr. Stefan NAAS, hat die steigende Zahl von Ausbildungsverträgen in Hessen begrüßt, die der Berufsbildungsbericht 2019 ausweist: „1,3 Prozent mehr neue Ausbildungsverträge in Hessen als im vergangenen Jahr ist eine erfreuliche Entwicklung. Sie zeigt die Bedeutung der dualen Ausbildung. Leider hat die Landesregierung die Fachkräftesicherung verschlafen. Die duale Ausbildung braucht weitere Unterstützung – durch dezentrale Berufsschulklassen, modern ausgestattete Lehrwerkstätten und eine Gleichstellung von Meister und Master. Der Handwerker muss bei Eignung für die Meister-Ausbildung ebenso gefördert werden wie der Student für den Master. Der Beginn einer Ausbildung darf nicht die Entscheidung gegen ein späteres Studium sein, denn dann sind viele junge Menschen nicht bereit, den Weg in die duale Ausbildung zu gehen. Unser Bildungssystem muss insgesamt durchlässiger werden, um zusätzliche Entfaltungsmöglichkeiten zu schaffen. In all diesen Bereichen erwarten wir von der Landesregierung mehr Aktivitäten als die jüngst beschlossene plakative Azubi-Card.“

Dr. Naas weiter: „Wenn im vergangenen Jahr 3600 Ausbildungsplätze nicht besetzt werden konnten, dann zeigt dies, dass im Bereich der dualen Ausbildung mehr getan werden muss. Unternehmen mit offenen Ausbildungsplätzen und ausbildungsplatzsuchende Jugendliche müssen besser zusammenkommen. Hier sind Investitionen in Mobilität und Wohnraum notwendig. Wer sich als Jugendlicher in Hessen für eine betriebliche Ausbildung entscheidet, muss beste Bedingungen vorfinden. Die Landesregierung ist hier in der Pflicht.“