Wahlfreiheit G8 und G9

12. Dezember 2012

DÖWELING: Hürde für die Rückkehr zu G9 abgebaut – Schulen, die sich bereits auf dem Weg gemacht haben, werden unterstützt

„Wir haben im letzten Kulturpolitischen Ausschuss den Anregungen der Anzuhörenden Rechnung getragen. Die Regierungsfraktionen haben entsprechend einen Änderungsantrag vorgelegt, der es den Schulen ermöglicht, bereits getroffene Beschlüsse nicht noch einmal wiederholen zu müssen. Eine solche Wiederholung wäre notwendig gewesen, da es vor der Verabschiedung des Gesetzes in dritter Lesung am Freitag keine rechtliche Grundlage für diese Beschlüsse gegeben hätte. Der Änderungsantrag unterstützt somit all jene Schulen, die sich bereits auf dem Weg gemacht haben, zu G9 zurückzukehren“, erklärte Mario DÖWELING, schulpolitischer Sprecher der FDP-Fraktion im Hessischen Landtag.

DÖWELING weiter:

„Zusätzlich wurde bereits im Rahmen des Schulversuchs, dem sogenannten Splitting-Modell, die Forderung aufgenommen, dass auch dreizügige Schulen teilnehmen können. Da das Splitting-Modell organisatorisch besonders anspruchsvoll ist, wird die Entscheidung zur Teilnahme am Schulversuch auf der Grundlage der vorzulegenden pädagogischen Konzepte getroffen. Durch die Änderung des Hessischen Schulgesetzes wird es zum kommenden Schuljahr auch weiterhin für jeden Schüler ein passgenaues Schulangebot geben, denn wir stärken durch die weiteren Angebote die Vielfalt des regionalen Bildungsangebots. Daher wird es auch weiter möglich sein, ein G8- oder G9- Angebot zu wählen.

Das FDP-geführte Kultusministerium wird bei der Umsetzung der Wahlfreiheit zwischen G8 und G9 sowie dem Schulversuch auch weiterhin beratend tätig sein. Dies gilt auch für die Qualitätsverbesserungen im Rahmen der G8-Angebote. Dabei greift das Kultusministerium auf bereits funktionierende Konzepte zurück, denn es gibt einige Gymnasien in Hessen an denen G8 bereits reibungslos funktioniert. Denn auch wenn es die Opposition nicht wahrhaben möchte, gibt es viele Eltern, die ihr Kind in einem G8– Angebot beschulen möchten. Für die FDP gilt daher, Wahlfreiheit heißt eine Wahlmöglichkeit zu haben. Dies werden wir mit einem weiterhin vielfältigen Bildungsangebot in Hessen gewährleisten.“