Unbesetzte Grundschullehrerstellen

Bildung / Schule23. Oktober 2017

Anlässlich der Auskünfte des Kultusministeriums, wonach aller Voraussicht nach zahlreiche Grundschullehrerstellen bis zum Schuljahresende unbesetzt bleiben werden, erklärte Wolfgang GREILICH, schulpolitischer Sprecher der FDP-Fraktion im Hessischen Landtag: „Das vollmundige Versprechen des Kultusministers bis zu den Herbstferien alle Grundschullehrerstellen besetzen zu können, hat sich mal wieder als heiße Luft erwiesen. Hier zeigt sich, dass die Maßnahmen zur Grundschullehrergewinnung zu spät begonnen haben und noch nicht ausreichen. Es stellt sich vor allem die Frage, wann die Erkenntnis im Kultusministerium reifte, dass eine Besetzung nicht möglich sein wird. Vielmehr wird deutlich, dass die Stellenumlenkung vor einigen Jahren fatal war.“

Greilich weiter:

„Die Ankündigung, dass die Stellen jetzt auch nicht bis zum Ende des Schuljahres besetzt werden können, ist verhängnisvoll für die hessischen Grundschulen. Hier trifft es die jüngsten Schülerinnen und Schüler, die gerade ihre Bildungslaufbahn beginnen und einen optimalen Start verdienen sollten. Es bleibt auch fraglich, inwieweit die angekündigten 700 Stellen für unterrichtswirksame sozialpädagogische Unterstützung besetzt werden können. Wir haben große Zweifel, dass das Maßnahmenpaket der Landesregierung sich mit den angekündigten Stellen umsetzen lässt. Die verspätete Einsicht des Kultusministers und das träge Handeln schafft mehr Probleme als sie zu lösen vermag. Und dies geht zu Lasten der Lehrkräfte und der Schülerinnen und Schüler. Wir finden dieses Agieren verantwortungslos und verlangen deutlich mehr Engagement seitens der Landesregierung.“