Tierheime

12. August 2011

SÜRMANN: Tiere verlangen Verantwortung vom Besitzer
„Ich bin sehr zuversichtlich, dass mit unserem Beschluss die Schließung vieler hessischer Tierheime verhindert werden kann.“

„Die Arbeit der vielen ehrenamtlichen Helfer, denen unser ausdrücklicher Dank gilt, war nicht umsonst.“

Der Ausschuss für Umwelt, Landwirtschaft, Energie und Verbraucherschutz im Hessischen Landtag hat gestern nahezu einstimmig einen gemeinsamen Antrag der Fraktionen zur Verbesserung der Situation hessischer Tierheime beschlossen.

Dazu erklärte Sürmann:

„Wir alle haben lange und intensiv darauf hingearbeitet, hier zu einem gemeinsamen Antrag zu kommen. In der Beschreibung des Problems, dass die meisten hessischen Tierheime zwar brechend gefüllt, aber unterfinanziert sind, waren sich alle stets einig. Unterschiedlich waren vielmehr die Antworten auf die Frage, wie das Problem letztlich gelöst werden kann.

Als Liberale haben wir uns dagegen gewandt, den Bürgerinnen und Bürgern weitere Verpflichtungen und Abgaben aufzubürden. Auch rechtlich gesehen sind zu allererst die Kommunen in der Pflicht, die herrenlosen Tiere in ihre Obhut zu nehmen. Musterverträge sollen ihnen zukünftig helfen, gemeinsam mit den Tierheimen zu einer Lösung zu kommen.“

Viele streunende Hunde und Katzen sind zudem nach Ansicht Sürmanns kein spezifisch hessisches Problem, sondern vielmehr ein europäisches. In Brüssel müssten daher auch akzeptable Lösungen gefunden werden, dem zu begegnen.

„Was wir in Hessen vor allem tun können, ist für mehr Sensibilität beim Kauf und beim Umgang mit Tieren zu werben. Daher ist in diesem Zusammenhang die Ankündigung von Innenminister Boris Rhein, die Rasseliste zu überprüfen, ebenso ein richtiger Schritt wie ein Mehr an Öffentlichkeitsarbeit. Tiere sind keine Konsumgüter, sie verlangen Verantwortung“, sagte Sürmann.