Tag des offenen Denkmals

13. September 2010

„An diesem Sonntag findet zum 20. Mal der Tag des offenen Denkmals statt. Diese Veranstaltung geht zurück auf eine Initiative der hessischen FDP. Nach einer Anregung durch den ehemaligen Präsidenten des Landesamtes für Denkmalpflege in Hessen, Prof. Gottfried Kiesow, brachte 1989 Ruth Wagner, damals FDP-Landtagsabgeordnete, für ihre Fraktion einen entsprechenden Antrag in den Hessischen Landtag ein. Mit Erfolg: 1990 fand in Hessen der erste Tag des offenen Denkmals statt. Dieser wurde zu einer Initialzündung zunächst für die Bundesebene, später dann für die europäische Ebene“, so Florian Rentsch, Vorsitzender der FDP-Fraktion im Hessischen Landtag.

1993 öffneten in Deutschland am 1. bundesweiten Tag des offenen Denkmals 1.200 Kommunen 3.500 Denkmäler. Später wurde die hessische Initiative zum Modell für einen europaweiten Tag. Ziel des Tags des offenen Denkmals ist es, für die Bedeutung des kulturellen Erbes zu sensibilisieren und den Blick auf die Belange der Denkmalpflege zu lenken.

Umso mehr freute sich der FDP-Fraktionschef an diesem Sonntag ein weiteres Denkmal besuchen zu können. Er schaute sich den historischen jüdischen Friedhof am Halberg in Taunusstein-Wehen an. „Es war bewegend und interessant, den historischen jüdischen Friedhof am Halberg als das einzige verbliebene Zeugnis jüdischer Geschichte in Taunusstein besichtigen zu können und Einblicke in die weit zurück reichende Geschichte der jüdischen Cultusgemeinde Wehen zu bekommen. Gerade die Erhaltung dieser Kulturdenkmäler als greifbare Zeugnisse unserer Geschichte ist eine Aufgabe, der sich die FDP – wie auch schon in der Vergangenheit – weiterhin stellt. Vor allem für unsere Kinder und Enkel ist das von großer Bedeutung. Bereits das Denkmalschutzgesetz des Landes Hessen geht auf eine Initiative der FDP-Fraktion im Hessischen Landtag aus dem Jahr 1974 zurück“, sagte Rentsch.

Weitere Informationen zum jüdischen Friedhof am Halberg finden Sie unter:
http://taunusstein.de/index.php?id=2504