Schwerpunktstaatsanwaltschaft für Wirtschaftsstrafsachen in Frankfurt

19. August 2010

„Mit der Einrichtung der Schwerpunkstaatsanwaltschaft für Wirtschaftsstrafsachen bei der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main geht ein weiteres wichtiges Projekt der schwarz-gelben Regierungskoalition in Hessen an den Start“, so Stefan Müller, rechtspolitischer Sprecher der FDP-Fraktion im Hessischen Landtag.

Weiter sagte Müller:

„Es war uns Liberalen seit langem ein wichtiges Anliegen, den Finanzplatz Frankfurt zu stärken, indem zum einen der Investorenschutz verbessert und gleichzeitig die Verfolgung und Ahndung von Straftaten im Wirtschaftsbereich intensiviert wird. In einer Zeit, in der blitzgescheite Täter ihr „Können“ durch die Nutzung modernster Technik im Hinblick auf die Begehung von Straftaten perfektionieren, ist es erforderlich, auf staatlicher Seite eine ebenso hochausgebildete Spezialeinheit einzusetzen.

Es war ein großer Erfolg für uns, dies im Koalitionsvertrag zu verankern. Das Justizministerium bringt die neue Abteilung nun auf den Weg.

Bei Wirtschaftsstraftaten richtet schon eine vergleichsweise geringe Zahl an Delikten erheblichen finanziellen Schaden an. Das spürt nicht nur der direkt Betroffene, sondern dies wirkt sich volkswirtschaftlich auf die Entwicklung unseres Landes aus und kann auch sozialen Unfrieden in der Gesellschaft begründen. Straftaten, die vom Schreibtisch aus begangen werden, haben aber keine weniger verachtenswerte Qualität, als solche, die sich durch Anwendung von Gewalt gegen Menschen richten.

Es ist gut, dass wir in Hessen nun unsere Experten bündeln und so auch hochkomplexe Strukturen professionell erfassen, beobachten und strafrechtlich ahnden können.“