Schuldebatte um zweigliedriges Schulsystem

14. April 2011

Mario Döweling: „Neue Schule ist ein ganz alter Hut und gefährdet die Ruhe in Hessens Schulen“

Weiter sagte Döweling:

„Die Neue Schule ist ein ganz alter Hut. Denn dahinter verbirgt sich nichts weiter als eine Integrierte Gesamtschule, die einen neuen Namen erhält.

Das hessische Schulsystem garantiert Schulvielfalt und Wahlfreiheit. Dieses darf nicht zugunsten bildungspolitischer Experimente gefährdet werden. Der Bildungsföderalismus, zu dem wir uns als Liberale klar bekennen, bietet die Möglichkeit, das Schulsystem an den Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler auszurichten. Zudem garantiert er, dass nicht mit jedem politischen Wechsel auf Bundesebene wieder Unruhe in die Schulen kommt.

Deshalb steht es uns auch nicht zu, die Entscheidungen des Saarlandes zu kritisieren oder zu begrüßen. Wir sollten uns auf Hessen mit seinem sehr gut entwickelten System der Schulvielfalt konzentrieren. Damit werden wir den unterschiedlichen Anforderungen unseres Bundeslandes vom ländlichen Raum bis zum Ballungsraum gerecht. Die Grünen enttarnen sich selbst, wenn sie in Hessen verkünden, dass die Neue Schule ein zusätzliches Angebot sein solle und zugleich einen Antrag vorlegen, in dem sie befürworten, dass es in Zukunft im Saarland neben dem Gymnasium nur noch eine Gemeinschaftsschule geben wird. Dies zeigt, dass sie auch in Hessen die Schulvielfalt einschränken wollen. Ein solches Handeln ist verantwortungslos und scheinheilig gegenüber den Schülerinnen und Schülern, Lehrerinnen und Lehrern sowie Eltern.

Die FDP-Fraktion im Hessischen Landtag setzt sich dafür ein, dass keine Experimente auf dem Rücken unserer Schülerinnen und Schüler durchgeführt werden. Wir bekennen uns zur Wahlfreiheit und Schulvielfalt in Hessen.“