ROCK zur E-Mobilität

10.01.2020
  • Land fährt Förderung zurück
  • Lade-Infrastruktur muss stimmen

WIESBADEN – „Wenn Hessen seine Klimaziele erreichen will, brauchen wir CO2-Reduktionen im Verkehrssektor, denn Hessen ist und bleibt ein Mobilitätsland“, sagt René ROCK, Vorsitzender und energiepolitischer Sprecher der Fraktion der Freien Demokraten im Hessischen Landtag. Das bedeute, mehr Geld in die Förderung von Wasserstoff und synthetischen Kraftstoffen zu investieren. „Wir brauchen Wasserstofftankstellen genauso wie Schnellladepunkte für E-Autos“, sagt Rock. Verwundert zeigt er sich daher darüber, dass die schwarz-grüne Landesregierung die Förderung von E-Autos deutlich zurückfährt und auf Förderprogramme des Bundes verweist. „Nur 800.000 statt wie zuletzt 3,5 Millionen Euro im Jahr zur Förderung von Ladesäulen bei Arbeitgebern – das kann nicht sein, wenn man es mit der Förderung der E-Mobilität ernst nimmt“, sagt Rock. „Wieder einmal verweist die Landesregierung auf andere und wartet ab, was der Bund tut.“

Die Zahlen gehen aus der Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage der Freien Demokraten hervor. Dort ist auch zu lesen, dass es (Stand Mitte Oktober 2019) in Hessen 87 Schnellladesäulen mit 166 Ladepunkten gibt, die öffentlich zugänglich sind. Ein Großteil der E-Ladesäulen befindet sich auf privaten und Firmen-Grundstücken – also dort, wo die Menschen leben beziehungsweise arbeiten. „Wenn man die Energiewende schaffen und der E-Mobilität eine faire Chance geben will, muss man aber darüber hinaus mehr Lademöglichkeiten im öffentlichen Raum einrichten“, fordert Rock. „Es reicht nicht aus, dass E-Autos fast nur zu Hause oder am Arbeitsplatz ihrer Halter geladen werden können.“

Bestätigt sieht sich der energiepolitische Sprecher dadurch, dass von 47 Millionen Pkw bundesweit zum 1. Januar 2019 erst gut 83.00 rein batterie-elektrische Fahrzeuge zugelassen waren, davon nur gut die Hälfte auf private Halter. „Wer keine ausreichende Lade-Infrastruktur vorfindet, kauft sich kein E-Auto“, ist Rock überzeugt.