ROCK zu Umwelt und Klima in der Corona-Krise

Energie20. Mai 2020

  • Rückgang der Emissionen ist Folge einer großen Krise
  • Busse und Bahnen müssen sauber sein und sauber angetrieben werden
  • Wohlstand und Klimaschutz im Einklang entwickeln

WIESBADEN – „Wer Umwelt und Klima nachhaltig schützen möchte, sollte sich nicht über einen krisenbedingten Rückgang von Emissionen freuen, sondern für zukunftstaugliche Technologien eintreten“, sagt René ROCK, Fraktionsvorsitzender und energiepolitischer Sprecher der Fraktion der Freien Demokraten im Hessischen Landtag. Er nimmt Bezug auf die heutige Pressekonferenz von Umweltministerin Priska Hinz und des Landesamtes für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) zum Schadstoffausstoß im Straßen- und Luftverkehr. „Dass in den vergangenen Wochen und Monaten weniger Auto gefahren wurde und kaum Flugzeuge unterwegs waren, ist die Folge einer Pandemie. Diese hat Menschen das Leben gekostet oder sie gesundheitlich beeinträchtigt, hat Arbeitsplätze gekostet und die Wirtschaft geschwächt. Das darf man nicht vergessen“, sagt Rock.

„Wenn es nun darum geht, den Ausstoß von Schadstoffen auch nach der Corona-Krise zu senken, müssen sämtliche Fahrzeuge emissionsärmer und öffentliche Verkehrsmittel für die Menschen attraktiver werden“, betont Rock. Derzeit sei der ÖPNV in der Krise. Das Vertrauen der Menschen sei weg, die Kosten hoch. „Hier muss die Landesregierung darlegen, was sie tun will. Wir brauchen saubere Busse und Bahnen, die nicht überfüllt sind und damit die Ansteckungsgefahr erhöhen – auch diesbezüglich müssen wir Lehren aus Corona ziehen. Für alle Verkehrsmittel gilt: Sie müssen mit emissionsarmen oder -freien Kraftstoffen wie Brennstoffzellen oder synthetischen Kraftstoffen betrieben werden“, erklärt Rock und fordert von der Landesregierung eine wirksame Klimastrategie. „Mobilität muss so organisiert sein, dass sie den Bedürfnissen der Bürger gerecht wird und zu weniger Emissionen und Belastungen führt“, sagt Rock und ergänzt: „Für uns Freie Demokraten ist wichtig, Wohlstand und Klimaschutz im Einklang zu entwickeln, statt Klimaschutz durch Wohlstandsverzicht anzustreben.“