Rock: Schwarz-Grün muss Suedlink durch Nordhessen verhindern

Energie21. Februar 2019

Anlässlich der heute bekannt gewordenen Präferenz des Vorhabenträgers Tennet für die Trassenführung der Stromleitung Suedlink erklärt René ROCK, energiepolitischer Sprecher und Vorsitzender der Fraktion der Freien Demokraten im Hessischen Landtag:

„Die von Tennet beantragte Suedlink-Strecke belastet mit rund 60 Kilometern Nordhessen, konkret den Werra-Meißner-Kreis. Auch wenn der endgültige Entscheid über den Trassenverlauf durch die Bundesnetzagentur noch aussteht, stellt die Festlegung von Tennet de facto eine Vorentscheidung dar.

Aus unserer Sicht ist die Suedlink-Trasse energiepolitisch überflüssig. Mit Windstrom aus dem Norden kann man einen Mangel an gesicherter Leistung im Süden nicht ersetzen. Suedlink dient vor allem der Windkraftindustrie als Vorwand, um im Norden weiter subventionierte Windparks errichten zu können. Zur Versorgungssicherheit im Süden trägt die Leitung nicht wesentlich bei. Dazu wären emissionsarme Gaskraftwerke notwendig, die sich leicht an bestehenden Kraftwerksstandorten errichten ließen. So könnten die CO2-Emissionen gesenkt werden, gegenüber Braunkohlkraftwerken um über 60 Prozent. Auch die 10 Milliarden Euro, die Suedlink kosten soll, könnten eingespart werden.“

„Wir Freie Demokraten erwarten, dass sich Ministerpräsident Bouffier und Wirtschaftsminister Al-Wazir für die betroffenen Regionen in Nordhessen einsetzen. Im Koalitionsvertrag haben CDU und Grüne dargelegt, dass sie die wirtschaftlich und ökologisch beste Trassenführung wollen und deshalb ein Leitungsverlauf durch Thüringen stattfinden müsse. Wenn Tennet die Trasse nun durch Hessen führen will, muss die Landesregierung aktiv werden und dieses Vorhaben verhindern. Schwarz-Grün hat den Menschen einen Aufbruch versprochen. Erfüllt sie ihre eigene Absicht nicht, begeht sie Wortbruch.“