Reihe FDP-Fraktion im Dialog

31. Mai 2011

RENTSCH: Fortschritt pur am Universitätsklinikum Gießen und Marburg
In der Reihe „Fraktion im Dialog“ begrüßt die FDP im Hessischen Landtag regelmäßig interessante Gäste, wie zuletzt Thomas Reiter oder Jochen Sanio

Heute waren Wolfgang Pföhler, Vorstandsvorsitzender RHÖN-KLINIKUM AG und
Dr. Irmgard Stippler, Vorsitzende der Geschäftsführung Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH, zu Gast. In der Fraktionssitzung sprachen die FDP-Landtagsabgeordneten am Morgen mit den beiden über die Privatisierung im Krankenhauswesen sowie das Universitätsklinikum Gießen und Marburg.

Im Anschluss erklärte Florian RENTSCH, Vorsitzender der FDP-Fraktion im Hessischen Landtag:

„Am Universitätsklinikum Gießen und Marburg ist Fortschritt pur zu besichtigen. Es ist mehr als beeindruckend, was dort in den vergangenen Jahren entstanden ist.“

Bei einem Besuch im Januar dieses Jahres hatte Rentsch den Klinikneubau in Gießen besichtigt. Dabei konnte sich der gesundheitspolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion ein Bild von den modernen neuen Patientenzimmern, der neuen Intensivabteilung sowie den Operationssälen und dem Hubschrauberlandeplatz machen.

„Das, was für die Patienten in Mittelhessen entstanden ist, ist wegweisend für die medizinische Versorgungsqualität in ganz Hessen. An diesem Standard werden sich viele hessische Krankenhäuser messen lassen müssen. In Zukunft wird insgesamt die Versorgungsqualität der entscheidende Maßstab für Existenzberechtigung eines Krankenhauses sein. Zusammen mit dem Partikeltherapiezentrum reden wir von einem Gesamtinvestment von 367 Millionen Euro. Auch das ist ein Spitzenwert für die medizinische Versorgung in Mittelhessen“, sagte Rentsch.

Wolfgang Pföhler, Vorstandsvorsitzender RHÖN-KLINIKUM AG, sagte:

„Die Verschuldung des Staates, der Länder und Kommunen lässt eine hinreichende Finanzierung von Investitionen in den Krankenhäusern der öffentlichen Hand nicht mehr zu. Hinzu kommt der Rationalisierungsdruck infolge von Gesundheitsreformen. Diesem Druck werden unwirtschaftlich arbeitende und strukturell benachteiligte Krankenhäuser künftig immer weniger gewachsen sein.

Unter den gegebenen Rahmenbedingungen – Schrumpfung und Alterung der Bevölkerung gerade im ländlichen Raum, medizinisch-technischer Fortschritt, sinkende öffentliche Mittel – kann bezahlbare Spitzenmedizin für alle nur durch Prozessorientierung, Spezialisierung und Rationalisierung erreicht werden. Erst durch Investitionen in medizinische Innovationen wird eine hohe Qualität in der medizinischen Versorgung sichergestellt und gute Medizin für jedermann bezahlbar.“

Dr. Irmgard STIPPLER, Vorsitzende der Geschäftsführung des Universitätsklinikums Gießen und Marburg GmbH, machte deutlich:

„Am Universitätsklinikum Gießen und Marburg haben wir wichtige Meilensteine, die wir uns mit der Privatisierung vorgenommen haben, erreicht. Die neuen Gebäude sind mittlerweile im Regelbetrieb. Wir haben uns aus der Verlust- in die Gewinnzone bewegt. Beide Häuser werden von den Patienten gut angenommen – mit steigender Tendenz. Ärzte und Pflegekräfte freuen sich über die neuen Arbeitsbedingungen und eine Medizin der kurzen Wege, die ganz neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit bieten.

Die Eigentümerin, die RHÖN-KLINIKUM AG, hat in Marburg 90 Millionen und in Gießen 170 Millionen Euro in eine qualitätsvolle und zukunftsorientierte Krankenversorgung investiert. Damit haben die Aktionäre Vertrauen in die medizinische Versorgung des Universitätsklinikums eingebracht. Das Universitätsklinikum ist auf einem guten Weg. Schon vor Inbetriebnahme der Neubauten ist die Zahl der vollstationären Patienten gestiegen. Hier erwarten wir weitere Zuwächse.

Mit der modernen Ausstattung ist es möglich, Qualitätsmedizin auf höchstem Niveau anzubieten und die Synergien mit der Forschung/Lehre sowie im Rhön-Verbund auszubauen. So gibt es zahlreiche medizinische Allianzen, die gegründet wurden und jetzt ausgebaut werden sollen. Ich denke dabei z.B. an den Bereich der Onkologie. Hier knüpfen wir an bestehende Kooperationen der Konzernkliniken an und werden die onkologische Vernetzung im Verbund systematisch vorantreiben.“