PÜRSÜN: Approbationsverfahren für Ärzte muss effizienter und schneller werden
- 1200 Mediziner warten in Hessen auf Anerkennung
- Wertvolle Kräfte im Kampf gegen Ärztemangel
- Anträge stauen sich im Landesamt für Gesundheit und Pflege
Verfahren beschleunigen, Anerkennung vereinfachen, Niederlassung erleichtern: So muss die Landesregierung nach Überzeugung von Yanki Pürsün, dem gesundheitspolitischen Sprecher der Freien Demokraten im Hessischen Landtag, Ärztinnen und Ärzten zur Zulassung verhelfen und damit den Ärztemangel bekämpfen. „In Hessen warten derzeit über 1.200 approbationswillige Ärztinnen und Ärzte darauf, endlich arbeiten zu dürfen. Sie könnten Patientinnen und Patienten behandeln, sitzen aber in Verfahren und Warteschleifen fest“, kritisiert Pürsün. Er nimmt Bezug auf Medienberichte, nach denen die genannten Medizinerinnen und Mediziner, die im Ausland studiert haben, auf grünes Licht vom hessischen Landesamt für Gesundheit und Pflege warten. Die Freien Demokraten haben dieses Problem heute als aktuelle Stunde auf die Tagesordnung des Landtags gesetzt.
„Das Landesamt für Gesundheit und Pflege ist das Nadelöhr. Dort stauen sich die Anträge, während sich der Ärztemangel in Hessen immer weiter verschärft und 300 Hausarztstellen in Hessen aktuell unbesetzt sind“, erklärt Pürsün und ergänzt: „Während Praxen schließen und Menschen auf Termine warten, blockiert ein überlastetes Verwaltungssystem die dringend benötigten Fachkräfte. Es kann nicht sein, dass Bürokratie verhindert, dass Ärztinnen und Ärzte in ihrem Job arbeiten. Deswegen müssen Anerkennungsverfahren effizienter organisiert, digital und damit deutlich schneller werden. Darüber hinaus müssen vorläufige Berufserlaubnisse stärker genutzt und die Anerkennung ausländischer Abschlüsse deutlich vereinfacht werden.“ Pürsün resümiert: „Viele Bewerberinnen und Bewerber bringen wertvolle Erfahrung mit und wollen in Hessen arbeiten. Die Landesregierung sollte alles dafür tun, dass sie schnell Teil des Gesundheitssystems werden.“
