PROMNY zur Bildung in der Corona-Krise

06.04.2020
  • „Corona-Krise darf nicht zur Bildungskrise werden“
  • Allen Schulen den Zugriff auf das Schulportal ermöglichen
  • Personelle und technische Kapazitäten erhöhen

WIESBADEN – „Die Corona-Krise darf nicht zur Bildungskrise werden“, sagt Moritz PROMNY, bildungspolitischer Sprecher der Fraktion der Freien Demokraten im Hessischen Landtag. Sämtliche Eltern müssten Gewissheit haben, dass ihre Kinder zumindest digital unterrichtet werden beziehungsweise lernen können, falls der reguläre Schulbetrieb demnächst nicht wieder aufgenommen wird. „Wir fordern die Landesregierung auf, schnellstmöglich allen Schulen den Zugriff auf das hessische Schulportal zu ermöglichen.“

Zur Erklärung: Das Schulportal bietet als Plattform für Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler Möglichkeiten des datenschutzkonformen Austauschs, ebenso kann es als Lernplattform genutzt werden und Selbstlernangebote für Schülerinnen und Schüler bereithalten. Vor der Corona-Krise arbeiteten etwa 650 der gut 1800 hessischen Schulen mit dem Portal, mittlerweile sind es circa 860. „Die Landesregierung muss die personellen und technischen Kapazitäten jetzt deutlich erhöhen, um zeitnah und flächendeckend allen Schulen den Zugriff auf das Portal zu ermöglichen“, erklärt Promny.

Technisch müssen zum Beispiel ausreichend Serverkapazität und Live-Support sowie Hilfe in Echtzeit zur Verfügung stehen. „Lehrkräfte, die freie Zeit-Kapazitäten sowie Kenntnisse im digitalen Lehren und Lernen haben, könnten auf freiwilliger Basis in eine vom Kultusministerium koordinierte Task Force eingebunden werden“, schlägt der bildungspolitische Sprecher vor. Diese Task Force arbeitet an der Schnittstelle von Pädagogik und Technik und steht Schulträgern, Schulen und Lehrkräften unterstützend zur Seite.

„Wir Freie Demokraten weisen schon lange auf die Vorteile und Notwendigkeit der digitalen Bildung hin und fordern daher die Digitalisierung hessischer Schulen. In der Krise zeigt sich, wie sehr wir in Hessen bei der Digitalisierung im Bildungsbereich hinterherhinken“, ärgert sich Promny. „Jetzt ist schnelles Handeln der Landesregierung gefragt, damit die Corona-Krise nicht zur Bildungskrise für Hessens Schülerinnen und Schüler wird.“