PROMNY zur Bertelsmannstudie

Bildung / Schule9. September 2019

  • Bekämpfung des Lehrermangels wichtigste Herausforderung für beste Bildung
  • Realitätsverweigerung beim Lehrermangel setzt sich fort
  • Kultusminister muss endlich Zahlen vorlegen und Maßnahmen ergreifen

 

WIESBADEN – „Wer die beste Bildung für unsere Kinder will, der muss die besten Voraussetzungen schaffen. Das betrifft zuallererst die Lehrerversorgung und –ausbildung. Was Eltern und Schüler im Land schon heute als Lehrermangel gerade an den Grundschulen spüren, wird sich nach der vorgelegten Studie der Bertelsmannstiftung in den nächsten Jahren noch massiv verstärken. Wir Freie Demokraten erwarten vom Kultusminister, dass er die aktuelle Bedarfsplanung für Hessen anpasst und uns über den Fachkräftebedarf in den nächsten Jahren informiert. Dies haben wir bereits mehrfach angemahnt und werden auch in Zukunft den Finger in diese Wunde legen. Denn wir benötigen ausreichend und vor allem qualifizierte Lehrkräfte für unsere Schülerinnen und Schüler. Die Situation ist bereits jetzt mancherorts in unseren Schulen nicht hinnehmbar, wenn Unterricht ausfällt und Lehrerstellen nicht besetzt werden können. Die Schönfärberei der Landesregierung hilft hier nicht weiter. Zumal die Erhebung des Landeselternbeirats eine deutliche Sprache spricht. Dabei handelt sich nicht um eine eintägige oder gar mehrtägige Momentaufnahme, sondern sie spiegelt die Realität an unseren Schulen wider, die keineswegs mehr von einer 100%igen Unterrichtsversorgung überall spricht. Der Kultusminister muss jetzt endlich die aktuellen und prognostizierten Zahlen offenlegen und Maßnahmen ergreifen“, erklärt der bildungspolitische Sprecher der Freien Demokraten im Hessischen Landtag, Moritz PROMNY.

Promny weiter:

„Es ist die jahrelange Realitätsverweigerung in Bezug auf den Lehrermangel vornehmlich an Grundschulen, die Belastung und Überlastung und Unterrichtsausfall zur Folge hat. Stellen geben keinen Unterricht. Die Landesregierung muss deshalb endlich Strategien entwickeln, wie sie die Stellen, die sie geschaffen hat, auch besetzt bekommt. Die Herausforderungen müssen endlich ernstgenommen werden, denn die Belastungssituation vieler Lehrerinnen und Lehrer führt dazu, dass sie früher in Ruhestand gehen, verstärkt Teilzeitangebote annehmen oder krank werden. Hier muss es gelingen, die Attraktivität des Berufes wieder zu steigern und dafür Sorge zu tragen, dass die pädagogische Arbeit wieder in den Vordergrund stehen muss. Wir Freie Demokraten fordern seit geraumer Zeit multiprofessionelle Teams, eine Entbürokratisierung und Entlastung für die Lehrerinnen und Lehrer sowie Schulleitungen. Hier muss die hessische Landesregierung endlich Maßnahmen ergreifen anstatt weiterhin im Dornröschenschlaf zu verharren. Dies geht letztendlich zu Laster aller Kinder und Jugendlichen und der Lehrkräfte und ist verantwortungslos“