PROMNY zum SPD-Gesetzentwurf zur Lehrkräfteausbildung

Bildung / Schule19. Juni 2019

  • Reform der Lehrerausbildung muss endlich fortgesetzt werden
  • Neue Herausforderungen integrieren
  • Tragfähiges Konzept zur Verbindung von Theorie und Praxis gefordert

WIESBADEN – „Wir Freie Demokraten begrüßen den Vorstoß der Sozialdemokraten, die Reform der Lehrerausbildung in Hessen fortführen zu wollen. Die Uneinigkeit in der schwarz-grünen Koalition bedeutet für diesen wichtigen Bereich den Stillstand, der weitreichende Folgen für die Lehrkräfte, die Lehramtsstudierenden und für die Schülerinnen und Schüler hat. Wir benötigen daher endlich eine Weiterentwicklung, die auch die neuen Herausforderungen von Heterogenität, Inklusion, Digitale Bildung und Lernen im Ganztag beinhaltet, aber nicht die Fachwissenschaften außer Acht lässt“, so Moritz PROMNY, bildungspolitischer Sprecher der Fraktion der Freien Demokraten.

Promny weiter: „Es ist offensichtlich, dass wir die Lehrerausbildung als ein zentrales Thema angehen müssen und wieder ist es die Opposition, die aktiv die Herausforderungen angeht. Nun kann sich auch die Landesregierung nicht weiter wegducken, sondern muss Konzepte und Maßnahmen auf den Tisch legen.“

„Der Lehrerberuf gehört zu den herausfordernsten und auch verantwortungsvollsten Berufen. Denn es geht um nicht weniger als um die Zukunft unserer Kinder und Jugendlichen. Daher möchten wir, dass angehende Lehrkräfte qualifizierte Fachleute und exzellente Praktiker sind. Wir fordern, dass das umstrittene Praxissemester weiterhin evaluiert wird und die Ergebnisse auch öffentlich zugänglich gemacht werden, um die notwendigen Veränderungen vorzunehmen. Wir sprechen uns dafür aus, die Praxisanteile im Studium zu erhöhen, um eine stetige Verbindung zwischen Theorie und Praxis zu gewährleisten. Wir unterstützen die Hochschulen in ihren Bemühungen, durch frühzeitige und intensive Beratung die Studierenden zur kritischen Selbstreflexion zu befähigen, inwieweit eine Tätigkeit als Lehrkraft für sie sinnvoll ist oder ob ein anderer beruflicher Werdegang eingeschlagen werden sollte. Auch hier darf die Lehrerausbildung nicht im status quo verhaftet bleiben“, so Promny.