PROMNY zu den Osterferiencamps

Bildung / Schule1. April 2019

  • Osterferiencamps müssen der Unterstützung von abschlussgefährdeten Jugendlichen dienen
  • Unstimmigkeiten bei den Erfolgsquoten und den Teilnehmerzahlen müssen geklärt werden
  • Umfassende Evaluation muss gewährleistet werden

Wiesbaden – In wenigen Wochen werden wieder zwei Formen der Ostercamps für versetzungsgefährdete Schülerinnen und Schüler angeboten. Auch mit Blick darauf haben die Freien Demokraten einen Dringlichen Berichtsantrag für den Kulturpolitischen Ausschuss eingereicht. „Wir wollen sicherstellen, dass diese Unterstützung auch diejenigen Kinder und Jugendlichen erreicht, die angesprochen und gefördert werden sollen. Genau an diesem Punkt scheint es aber Unstimmigkeiten zu geben, auf die auch der hessische Rechnungshof hingewiesen hat. Aber dies ist nicht die einzige Auffälligkeit, die festgestellt wurde. Weitere kritische Themen sind die fehlende umfassende Evaluierung, die gravierenden Kostenunterschiede bei den verschiedenen Osterferiencamps sowie die tatsächlichen Erfolgsquoten“, so Moritz PROMNY, bildungspolitischer Sprecher der Fraktion der Freien Demokraten.

Promny weiter: „Ziel der Freien Demokraten ist es, dass jedes Kind beste Bildung und Unterstützung erfährt. Daher unterstützen wir grundsätzlich individuelle Angebote, die Schülerinnen und Schüler fördern. Es muss sichergestellt sein, dass die Programme auch denjenigen zugutekommen, die die eigentliche Zielgruppe sind. Ein Erfolg sollte nur dann gefeiert werden, wenn er tatsächlich erzielt worden ist. Die Bemerkungen 2017 des Hessischen Rechnungshofes lassen Zweifel an den Erfolgsmeldungen des Hessischen Kultusministeriums. Sie werfen vielmehr problematische Fragen auf. Den Hinweisen muss nachgegangen werden. Es müssen Verantwortlichkeiten offengelegt und Konsequenzen gezogen werden, wenn derartige Unstimmigkeiten zutage treten.

Wir Freie Demokraten fordern, dass eine unabhängige wissenschaftliche Evaluation und Umsteuerungen bei der Campgestaltung vorgenommen werden. Es muss gewährleistet sein, dass sie wieder ihren eigentlichen Sinn entfalten können. Die Jugendlichen müssen wieder im Mittelpunkt stehen und nicht die Schönfärberei von Bilanzen.“