PROMNY: PISA-Ergebnisse sind alarmierend
- Zukunftschancen junger Menschen stehen auf dem Spiel
- Stärkung von Basiskompetenzen kommt spät
- Hessen braucht konsequente Bildungspolitik
Moritz Promny, bildungspolitischer Sprecher der Freien Demokraten im Hessischen Landtag, hat die deutschen Ergebnisse der neuen PISA-Studie als alarmierend auch für Hessen bezeichnet: „Wenn rund ein Drittel der Jugendlichen nicht ausreichend lesen oder rechnen kann, dann geht es nicht um irgendeine Statistik, sondern um die Zukunftschancen einer ganzen Generation. Lesen, Schreiben und Rechnen sind die Eintrittskarte für Bildung, Ausbildung und gesellschaftliche Teilhabe“, erklärt Promny. Dass die hessische Landesregierung jetzt die Basiskompetenzen stärken wolle, sei deshalb richtig. „Diese Erkenntnis kommt jedoch spät. Außerdem ist nicht entscheidend, was Schwarz-Rot ankündigt, sondern was tatsächlich im Klassenzimmer ankommt. Zusätzliche Unterrichtsstunden helfen nur, wenn auch ausreichend qualifizierte Lehrkräfte vorhanden sind. Wer gleichzeitig Ressourcen an Schulen mit besonderen sozialen Herausforderungen kürzt, kann sich nicht glaubwürdig Chancengerechtigkeit auf die Fahnen schreiben“, gibt Promny zu bedenken.
Promny ergänzt: „PISA zeigt gleichzeitig, dass Basiskompetenzen und Zukunftskompetenzen nicht gegeneinander ausgespielt werden dürfen. Junge Menschen müssen sicher lesen, schreiben und rechnen können – und sie müssen lernen, souverän mit digitalen Medien und Künstlicher Intelligenz umzugehen. Gerade die neuen Erkenntnisse zur digitalen Welt zeigen, dass digitale Geräte und KI allein noch keine bessere Bildung schaffen. Entscheidend sind Medienkompetenz, guter Unterricht und qualifizierte Lehrkräfte.“
Promny resümiert: „Hessen braucht deshalb eine konsequente Bildungspolitik mit früher und verbindlicher Sprachförderung, eine klare Stärkung von Lesen und Mathematik, gezielte Unterstützung von Schulen mit besonderen Herausforderungen, eine Fachkräfteoffensive sowie verbindliche digitale Bildung. Vor allem aber brauchen die hessischen Schulen Verlässlichkeit statt ständig wechselnder Ankündigungen.“
