PROMNY: Infektionsgeschehen an Schulen wissenschaftlich begleiten

27.08.2021
  • Freie Demokraten fordern unkomplizierte Impfangebote
  • Lernrückstände bereiten Sorgen
  • Enttäuschendes Ergebnis beim Bildungsmonitor

WIESBADEN – „Das Infektionsgeschehen an Hessens Schulen muss wissenschaftlich ausgewertet werden, um langfristig im neuen Schuljahr einen sicheren Schulbetrieb zu ermöglichen“, fordert Moritz PROMNY, bildungspolitischer Sprecher der Fraktion der Freien Demokraten im Hessischen Landtag, nach der heutigen Pressekonferenz des Kultusministers zum Schuljahresbeginn. Dass Präsenzunterricht zugesagt wurde und nicht weiter an Corona-Inzidenzwerte geknüpft werde, begrüßen die Freien Demokraten grundsätzlich. Sie hoffen zudem, dass möglichst viele Schulen Impfaktionen ansetzen, um impfwilligen Schülerinnen und Schülern unkompliziert und zügig ein Angebot machen zu können. „Dafür ist es wichtig, dass die zugesagte Unterstützung durch die Staatlichen Schulämter unbürokratisch und schnell erfolgt, damit möglichst bis zum Herbst alle, die Interesse haben, auch geimpft werden“, erklärt Promny.

Mit Blick auf die bei Schülerinnen und Schülern in der Pandemie entstandenen Lernrückstünde macht er sich weiterhin Sorgen: „Die angekündigten 150 Millionen Euro, von denen nur 75 Millionen aus dem Landeshaushalt kommen, sind zu wenig. Außerdem wurden die Ferien nicht genutzt, um Lernrückstände zu erheben. Das ist ein Versäumnis der Landesregierung“, kritisiert Promny. Ein Aufarbeiten der Rückstände sei umso bedeutender, da Hessen im INSM-Bildungsmonitor mit Platz sieben im Ländervergleich weiter nur im Mittelfeld vor sich hin dümpele. „Noch viel problematischer ist das Ergebnis des Bildungsmonitors zur Schulqualität – Platz 13 ist enttäuschend, den Schülerinnen und Schülern werden unterdurchschnittliche Kompetenzen im Bereich Naturwissenschaft attestiert. Auch beim Ausbau der Ganztagsschule ist deutlich Luft nach oben, insbesondere im Bereich der Grundschule“, erklärt Promny und verweist in diesem Zusammenhang auf den Lehrkräftemangel, der die Situation verschärfe. „Auch das ist leider ein Problem, dessen Lösung die Landesregierung seit langem verschlafen hat.“