PROMNY: Bildung darf kein Glücksspiel sein

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Moritz Promny, bildungspolitischer Sprecher der Freien Demokraten im Hessischen Landtag, hat für eine stärkere Berücksichtigung des Leistungsprinzips bei der Platzvergabe an weiterführenden Schulen geworben: „Ein reines Losverfahren überzeugt nicht. Denn Leistung muss sich lohnen. Wer sich anstrengt, wer gute Leistungen erbringt, muss eine faire Chance haben, einen Platz an seiner Wunschschule zu erhalten. Ein Bildungssystem, das Leistung vollständig ausblendet und alles dem Zufall überlässt, wird diesem Anspruch nicht gerecht. Bildung darf kein Glücksspiel sein“, erklärt Promny. Die Freien Demokraten haben das Problem der Schulplatzvergabe – Jahr für Jahr bekommen nicht alle Kinder einen Platz auf der Wunschschule der Familie – heute als aktuelle Stunde auf die Tagesordnung des Landtags gesetzt. 

Zwar müsse die Entscheidungsfreiheit der Eltern eine zentrale Rolle spielen, betont Promny. Doch dass ausgerechnet Hessen bei nicht ausreichenden Kapazitäten allein auf ein Losverfahren setze, überrasche: „Kultusminister Armin Schwarz hat sich breitbeinig eingelassen, dass die Bundesjugendspiele zum Leistungsprinzip zurückkehren müssten. Warum sollte dann ausgerechnet der Bildungsweg eines Kindes vom Losentscheid abhängen? Vielmehr braucht es einen vernünftigen Weg, der die Freiheit der Eltern respektiert und gleichzeitig das Leistungsprinzip berücksichtigt. Andere Bundesländer zeigen, dass andere Lösungen möglich sind. Dort werden Elternwille und Leistungsprinzip stärker miteinander verbunden als in einem reinen Losverfahren“, erklärt Promny. 

Promny erinnert in diesem Zusammenhang an die Ursache des Problems: „Der Streit um Schulplätze entsteht vor allem deshalb, weil die Kapazitäten nicht ausreichen. Der Staat hat vielerorts zu spät auf steigende Schülerzahlen reagiert. Wenn ausreichend Plätze vorhanden wären, müssten nicht immer mehr Familien um die wenigen verfügbaren Plätze konkurrieren.“