PROMNY: Am Ende zählt, was im Klassenzimmer ankommt
- Schwarz-rotes Hin und Her in der Bildungspolitik
- Kultusminister erzählt falsche Geschichte
- FDP begrüßt Stärkung von Basiskompetenzen
„Viele richtige Zahlen genannt, aber dennoch die falsche Geschichte erzählt“– mit diesen Worten kommentiert Moritz Promny, bildungspolitischer Sprecher der Freien Demokraten im Hessischen Landtag, die heutige Regierungserklärung von Kultusminister Armin Schwarz zum sogenannten Bildungspaket der schwarz-roten Landesregierung. „Der Minister spricht von 200 Sozialindex-Stellen zur Förderung unterstützungsbedürftiger Schülerinnen und Schüler, sagt aber nicht, dass er zuvor 300 Stellen gestrichen hat. Er spricht von einem Rekordetat von 6,2 Milliarden Euro für die Bildung, sagt aber nicht, dass Ressourcen an Schulen gekürzt wurde und ein erheblicher Teil des nominalen Aufwuchses durch Tarifsteigerungen und steigende Kosten entsteht. Und wenn der Minister sagt, dass Digitale Welt als Schulfach verpflichtend wird, erwähnt er nicht, dass Schwarz-Rot noch vor wenigen Monaten die verbindliche digitale Bildung zurückfahren wollte.“
Die verbindliche Vermittlung digitaler Skills und die ebenfalls angekündigte Stärkung von Basiskompetenzen in Deutsch und Mathematik seien zu begrüßen, betont Promny. Das Hin und Her der Landesregierung in der Bildungspolitik habe die Schulen jedoch verunsichert. „Schulen brauchen vor allem Verlässlichkeit.“ Promny resümiert: „Teilweise zurückgenommene Kürzungen sind noch keine zusätzlichen Investitionen. Neue Stellen sind erst dann ein Erfolg, wenn qualifizierte Menschen sie besetzen. Und ein neues Pflichtfach ist erst dann gute Bildungspolitik, wenn klar ist, wer es wann mit welchen Inhalten unterrichtet. Am Ende zählt nicht eine öffentlich präsentierte Zahl, sondern was im Klassenzimmer ankommt.“
