Mountainbiking im Wald

24. Juli 2012

DR. BLECHSCHMIDT: Eine Verschärfung des Waldgesetzes wird es mit der FDP nicht geben

„Was mit dem neuen Entwurf für ein Hessisches Waldgesetz beabsichtigt ist, nämlich die Erholungs- und Sportmöglichkeiten im Wald zu verbessern, wird durch die Formulierungen des Gesetzentwurfs nicht erreicht. Als FDP-Fraktion werden wir uns daher klar für eine Änderung des Gesetzentwurfs einsetzen“, so Dr. Frank BLECHSCHMIDT, Parlamentarischer Geschäftsführer der FDP-Fraktion im Hessischen Landtag.

In Anlehnung an zahlreiche Bürgerbriefe, aus denen einen große Verunsicherung zur Neuregelung des Waldbetretungsrechts und der Definition „fester Waldwege“ hervorgeht, stellte Blechschmidt jetzt öffentlich klar:

„Uns ist enorm wichtig, dass die Erholungsfunktion des Waldes und die Freizeitmöglichkeiten der Bürgerinnen und Bürger unterstützt und gefördert werden. Waldwege sind natürlich dazu da, als Wege genutzt zu werden – ob mit dem Rad, zu Fuß oder zu Pferde. Hierzu gehören selbstverständlich auch schmale Waldpfade oder andere, in Abstimmung mit den Waldbesitzern geschaffenen Rad-, Wander- und Reitwege. Darüber hinaus gehende Einschränkungen wird es mit der FDP aber definitiv nicht geben. Auch Ministerin Puttrich hat dieses Anliegen uns gegenüber bekräftigt. Im weiteren Gesetzgebungsverfahren werden wir dies entsprechend berücksichtigen. Gleiches gilt auch für die einspurigen Trails, die von vielen Bikern gerne befahren werden und künftig explizit nicht als befestigte und damit auch nicht als befahrbare Wege gelten.

Was bereits heute schon gilt – dass sich jeder im Wald so zu verhalten hat, dass die Lebensgemeinschaft des Waldes nicht gestört, die Bewirtschaftung des Waldes nicht behindert, der Wald nicht gefährdet, geschädigt oder verunreinigt und die Erholung anderer nicht beeinträchtigt wird – muss auch zukünftig Bestand haben. Neben der Erholungsfunktion des Waldes gilt es eben auch ökologische und wirtschaftliche Belange, aber auch Grundeigentumsrechte und Sicherheitsaspekte zu berücksichtigen. Die Erziehung von einzelnen Rücksichtslosen sollte aber nicht durch Gesetz erfolgen, so dieses dann zu Lasten der Allgemeinheit geht. Hier spreche ich mich klar dagegen aus. Gemeinsam mit den Sportverbänden, mit denen unsere Fraktion das Gespräch suchen wird, wollen wir auf konstruktive Lösungen hinarbeiten.“