Mordfall Susanna F.

Innenpolitik7. Juni 2018

  • Tat wirft etliche Fragen auf
  • Hessische Behörden müssen zügig Klarheit schaffen
  • Politische Dimension noch offen

WIESBADEN – Der Mord an der 14jährigen Susanna F. aus Mainz, deren Leiche am Mittwochabend im Wiesbadener Stadtteil Erbenheim gefunden worden war, wirft nach Ansicht des innenpolitischen Sprechers der FDP-Fraktion, Wolfgang GREILICH, etliche Fragen auf. „Es muss aufgeklärt werden, ob ein antisemitischer Hintergrund für die Tat vorliegt. Außerdem muss die Frage beantwortet werden, ob es ein Behördenversagen gab. Es ist schon merkwürdig, dass der Tatverdächtige mit seiner ganzen Familie – Vater, Mutter und fünf Geschwister – am 2. Juni offenbar unter falschem Namen ausreisen konnte.“

Greilich weiter: „Wenn Berichte zutreffen, dass zu dem Zeitpunkt der Tatverdächtige bereits wegen der damals noch vermissten Susanna F. gesucht wurde, dann würde das auf eine Reihe von Ungereimtheiten hindeuten. Ich erwarte von den hessischen Behörden schnellstmöglich Klarheit. Die politische Dimension dieses Falles wird im Lichte der zu erwartenden Erkenntnisse bewertet werden müssen.“