LENDERS zur Bauwirtschaft

Wirtschaft18. Mai 2020

  • Freie Demokraten fordern Bau-Investitionen
  • Bau-Branche kann stabilisierender Faktor werden
  • Neue Wohnungen gegen steigende Mieten

WIESBADEN – „Gerade jetzt in Krisen-Zeiten muss investiert werden“, sagt Jürgen LENDERS, wohnungsbaupolitischer Sprecher der Fraktion der Freien Demokraten im Hessischen Landtag. Er nimmt Bezug auf Äußerungen von Vertretern der Bau- und Immobilienwirtschaft, die heute einen Schub für den Wohnungsbau gefordert hatten. „Der Bau- und Immobilienbranche droht ein Einbruch, dabei kann sie in Krisenzeiten zu einem stabilisierenden Faktor werden“, ist Lenders überzeugt. „Öffentliche Gebäude wie Schulen müssen neuen Anforderungen entsprechend errichtet oder umgebaut werden, und zusätzlicher Wohnraum war schon vor der Corona-Krise dringend erforderlich.“ Daher brauche die Bauwirtschaft dringend Aufträge und müsse sicher sein, dass die erbrachten Leistungen zeitnah bezahlt werden. „Binnen 14 Tagen müssen die Rechnungen beglichen sein – das haben wir Freie Demokraten auch in unserem Entwurf eines Vergabegesetzes gefordert“, sagt Lenders.

In Bezug auf den Wohnungsbau erklärt er: „Nach den Regeln von Angebot und Nachfrage hilft gegen steigende Mieten nur bauen, bauen und nochmals bauen. Leider sind politische Vorgaben wie der reglementierende Baulandbeschluss in Frankfurt Preistreiber für Mieten, denn sie verunsichern Investoren. In diesen Zeiten kann die Politik Vorgaben nicht in dem Ausmaß machen, wie sie es zu Zeiten der Hochkonjunktur tut. Wer verantwortungsvoll Politik macht, erleichtert Investitionen in Bauprojekte, statt sie zu erschweren.“