LENDERS zum Mietendeckel

Wirtschaft9. März 2020

  • Mietendeckel verschärft Probleme
  • Berlin als schlechtes Beispiel
  • Lösung: Bauen muss einfacher werden

WIESBADEN – „Mietpreise zu deckeln löst das Problem, ausreichend bezahlbaren Wohnraum zur Verfügung zu stellen, nicht – im Gegenteil“, sagt Jürgen LENDERS, wohnungsbaupolitischer Sprecher der Fraktion der Freien Demokraten im Hessischen Landtag. Er nimmt Bezug auf die Pressekonferenz der SPD-Landtagsfraktion zum Thema Mietendeckel am heutigen Montag in Frankfurt. „In Berlin zeigt sich schon jetzt, dass der Mietendeckel die Probleme am Wohnungsmarkt eher verschärft“, erklärt Lenders. Nicht nur, dass Mieten angehoben wurden, seit die politischen Pläne zur Einführung eines Mietendeckels bekannt wurden: „Vermieter, die weniger einnehmen, werden auch weniger in die Instandhaltung der Wohnungen investieren. Oder sie sehen sich möglicherweise genötigt, ihre Wohnungen zu verkaufen“, macht Lenders deutlich. In der Folge stehen weniger Mietwohnungen beziehungsweise Wohnungen mit schlechterem Standard zur Verfügung.

„Mit sozialistischen Mitteln kommen wir nicht weiter. Hessen und Frankfurt sollten es besser machen als Berlin“, mahnt Lenders: „Das einzige, was wirklich gegen Angebotsknappheit und damit gegen steigende Mieten hilft, ist bauen, bauen, bauen.“ Nach Ansicht der Freien Demokraten muss daher das Bauen entbürokratisiert und vereinfacht werden. Das gelte sowohl für Kommunen, die Bauland ausweisen wollen, als auch für bauwillige Privatleute und Unternehmen. „Je schneller und kostengünstiger Wohnraum errichtet werden kann, umso schneller stehen auch wieder mehr bezahlbare Wohnungen zur Verfügung“, betont Lenders.