LENDERS: Der Meister wird zum Master

Berufliche Bildung1. Oktober 2018

  • Meisterausbildung muss künftig gebührenfrei sein
  • Ausbildung in Handel, Handwerk und Industrie an das Studium anpassen
  • Konferenz der wirtschaftspolitischen Sprecher in Frankfurt

FRANKFURT – Am Wochenende ist in Frankfurt die Konferenz der wirtschaftspolitischen Sprecher der FDP im Rahmen der Fraktionsvorsitzendenkonferenz erfolgreich zu Ende gegangen. Die Abgeordneten trafen sich zu einer Arbeitsklausur am Frankfurter Flughafen.  Dabei einigten sich die Wirtschaftspolitiker der Länder darauf, die Meisterausbildung künftig gebührenfrei anzubieten. Dies solle auch für die gleichwertigen Ausbildungen bei der IHK, wie Bilanzprüfer oder Industriemeister gelten. Bereits am Freitag hatten sie ein Grundsatzpapier zur Luftverkehrswirtschaft verabschiedet. Sie zeigen sich darin besorgt, dass der Luftverkehrsstandort Deutschland im europäischen Vergleich zurückfällt.

„Der Meister wird zum Master“, sagte der Vorsitzende Jürgen LENDERS, wirtschaftspolitischer Sprecher der FDP-Fraktion im Hessischen Landtag. „Wir wollen, dass die Ausbildung im Handwerk, im Handel und in der Industrie an das Hochschulstudium angepasst wird. Es ist nicht mehr zeitgemäß, dass ein Meister seine Ausbildung selbst bezahlen muss, während gleichzeitig Studienplätze aus Steuergeldern finanziert werden. Der beste Verbraucherschutz, die beste Ausgangsposition für einen selbständigen Unternehmer und die besten Ausbilder für junge Menschen sind Handwerksmeister“, betonte Lenders.

Die FDP-Wirtschaftspolitiker werden das nächste Mal in Bremen zusammen kommen und sich dort eingehend mit der Mittelstandspolitik, der Digitalisierung und dem Fachkräftemangel befassen. „Der Mangel an geeigneten Mitarbeitern wird künftig zur größten Bremse der Deutschen Wirtschaft“, sagte Lenders zum Abschluss der Konferenz.