Lehrerbildungsgesetz

1. Februar 2011

Mario Döweling: Opposition sollte dem von Experten für gut befundenen Lehrerbildungsgesetz zustimmen
„Die breite Zustimmung der Experten zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind, die Lehrerausbildung grundlegend zu reformieren."

Weiter sagte Döweling:

„Daher fordern wir die Opposition auf, sich dem Votum der Experten anzuschließen und dem guten Gesetzentwurf der Hessischen Kultusministerin zuzustimmen.

Mit dem Gesetz sorgen wir dafür, dass Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst bestmöglich ausgebildet werden. Mit der Novellierung des Gesetzes wird die zweite Phase der Lehrerausbildung grundlegend reformiert.

Die Verkürzung des Referendariats von 24 auf 21 Monate und die Veränderung der Ausbildungsmodule sind wichtige und notwendige Schritte der Reformierung der Lehrerausbildung. Diese Maßnahmen tragen in entschiedenem Maße dazu bei, dass die Arbeitszeit der Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst reduziert wird. Dies wird jedoch nicht zu Lasten des eigenverantwortlichen Unterrichts gehen.

Die Veränderung und Reduzierung der Ausbildungsmodule von zwölf auf acht wird zu einer gleichmäßigeren Arbeitsbelastung bei den Referendaren beitragen. Das begrüßen wir ausdrücklich. Ferner erhalten sie die Möglichkeit in der bewertungsfreien Ein-führungsphase im Unterricht zu hospitieren und das in den Ausbildungsveranstaltungen erworbene Wissen selbst in Unterrichtsversuchen anzuwenden. Darüber hinaus wird eine strukturelle und inhaltliche Anpassung der Ausbildungsfächer in den Lehrämtern vorgenommen und die Schulen werden verstärkt in die Ausbildung der Lehrkräfte einbezogen. Aufgrund dieser Neuerungen und der Vereinbarung, den Praxisanteil in der ersten Phase der Lehrerausbildung unter Beibehaltung des hohen fachlichen Niveaus zu erhöhen, kann die Lehrerausbildung in Hessen deutlich verbessert werden.

Wir begrüßen die Ankündigung von Kultusministerin, Dorothea Henzler eine Arbeitsgruppe zusammen mit dem hessischen Wissenschaftsministerium zur Reform der ersten Phase der Lehrerausbildung einzurichten. Auch hier gilt unser Grundsatz: Gründlichkeit geht vor Schnelligkeit!“