Landwirtschaftspolitik

18. September 2013

HEIDEL: Grünen gelingt es nicht Keil zwischen konventionelle und ökologische Landwirtschaft zu treiben

„Die ökologische Landwirtschaft ist eine Möglichkeit zur Verbreiterung des Angebots landwirtschaftlicher Produkte und nimmt in vielen Bereichen eine Vorreiterrolle für die Entwicklung tiergerechter und umweltschonender Bewirtschaftung ein.

Wir Liberale wollen jedoch die Rahmenbedingungen sowohl für die konventionelle als auch die ökologische Landwirtschaft weiter durch marktwirtschaftliche Reformen verbessern – eine Bevorzugung des Ökolandbaus lehnen wir ab“, so Heinrich HEIDEL, landwirtschaftlicher Sprecher der FDP-Fraktion im Hessischen Landtag.

Heidel weiter:

„Das 20-Prozent-Ziel aus der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie ist unrealistisch. Zu dessen Umsetzung bräuchten wir weitere 800 000 Hektar – eine Fläche, die wir nicht haben. Der ökologische Landbau ist nicht per se an jedem Standort nachhaltig. Die Beurteilung der Nachhaltigkeit der Landwirtschaft muss sich an den Umweltbelastungen pro Produktionseinheit orientieren, nicht an der bewirtschafteten Fläche. Es ist absehbar, dass der Markt für Bioprodukte gestärkt wird und – auf lange Sicht – sich die ökologische Landwirtschaft weiter am freien Markt orientieren und etablieren kann.

Zu einer fortschrittlichen und klugen Agrarpolitik gehört es auch, sich neuen Produktionsformen zu öffnen. Der wachsende Bedarf an Lebens- und Futtermitteln, die Veränderungen des Klimas und der Ernährungsgewohnheiten erfordern künftig pflanzenzüchterische Lösungen. Daher treten wir für die verantwortbare Nutzung der grünen Gentechnik ein. Neben Chancen für die gesunde Ernährung der deutschen Bevölkerung kann die Grüne Gentechnik dazu beitragen, die Ernährung der Weltbevölkerung zu sichern und die Nahrungs- und Futtermittel zu verbessern sowie Umweltbelastungen zu vermindern.“