Kultusminister muss Verweigerungshaltung aufgeben

Bildung / Schule20. April 2018

  • GEW zeigt die Baustellen im Ministerium
  • Vorausschauendes Handeln gefordert
  • Enquete-Empfehlungen müssen Eingang in den Alltag finden

 

WIESBADEN – Der schulpolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Wolfgang Greilich, hat das Kultusministerium aufgefordert, endlich seine Verweigerungshaltung aufzugeben und in den Arbeitsmodus einzutreten. „Die Bewertungen des Abschlussberichts der Enquete-Kommission Bildung durch die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), die Landesschülervertretung und den Landeselternbeirat zeigen Kultusminister Lorz, wo seine Baustellen sind: vor allem Digitalisierung und Ganztagsschule sind die Knackpunkte. Auch beim Unterrichtsausfall und bei der Überlastung der Schulleitungen muss der Minister endlich Abhilfe schaffen. Es geht nicht an, dass Lorz immer so lange wartet, bis ihm die Probleme auf den Fuß fallen. Von einem Minister erwarte ich, dass er vorausschauend handelt und die Probleme frühzeitig anpackt.“

 

Die GEW, Landesschülervertretung und Landeselternbeirat hatten am Freitag darauf hingewiesen, dass die Digitalisierung der Schulen nicht bei der Ausstattung mit Hard- und Software stehen bleiben darf. Greilich: „Die Forderung nach einer angemessenen Fortbildung der Lehrkräfte im Umgang mit den digitalen Möglichkeiten und in der Umsetzung der didaktischen Möglichkeiten bleibt bestehen. Wenn Herr Lorz meint, dass er auch dieses Thema wieder aussitzen kann, dann hat er sich getäuscht. Alle Fachleute sagen ihm, dass hier dringender Handlungsbedarf besteht.“ Gleiches gelte für die Ganztagsschule, die nicht bei einer Nachmittagsbetreuung stehen bleiben darf, sondern die mit Bildungskonzepten hinterlegt werden muss. Greilich abschließend: „Ich kann nur hoffen, dass die wertvollen Empfehlungen der Enquete-Kommission Einzug in den schulischen Alltag finden und nicht in der Schublade des Ministerschreibtisches verschwinden.“