KNELL: Bildung hat für Schwarz-Rot keine Priorität

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Wiebke Knell, Fraktionsvorsitzende der Freien Demokraten im Hessischen Landtag, hat verwundert auf die heute veröffentlichte Halbzeitbilanz der schwarz-roten Koalition reagiert: „Dass die Koalition ein vielstrophiges Loblied auf sich selbst singen würde, war zu erwarten. Aber dass die Fraktionen von CDU und SPD ohne rot zu werden behaupten, Bildung habe für ihre Koalition höchste Priorität, ist einfach nur frech. Schwarz-Rot hat sich bislang vor allem dadurch ausgezeichnet, an der Bildung zu sparen“, kritisiert Knell. „Schwarz-Rot hat Lehrkräfte an Gesamtschulen eingespart und die digitale Bildung in Schulen zurückgefahren statt ausgebaut, wie es geboten wäre. Kultusminister Armin Schwarz lässt das zu und kümmert sich lieber um Handyverbot und Bundesjugendspiele. CDU und SPD lassen das Programm der Sprach-Kitas auslaufen, obwohl frühkindliche Sprachförderung über den späteren Bildungserfolg entscheidet, und sie sparen an den Hochschulen, an denen infolge von Buchungstricks Investitionen verhindert werden.“

„Statt an der Bildung zu sparen, müssen Landesregierung und Koalition beim Geldausgeben Schwerpunkte setzen und für die Bildung sparen. Als Freie Demokraten werden wir in der zweiten Halbzeit dieser Wahlperiode noch stärker auf eine Bildungspolitik drängen, die diesen Namen verdient“, kündigt Knell an. „Der Anspruch muss sein, Hessen zum Bildungsland Nummer eins zu machen. Das gelingt nur, wenn der Fokus auf Qualität statt auf Symbolpolitik liegt. Das beginnt bei verbindlicher Sprachförderung in der Kita und führt bis zur Selbstständigkeit der Schulen.“