Grüne Gentechnik

12. Februar 2014

LENDERS: Sachliche Auseinandersetzung mit grüner Gentechnik statt Vorurteile – Echte Entscheidungsfreiheit für Verbraucher statt staatlicher Bevormundung

Anlässlich der Forderung der Hessischen Umweltministerin Priska Hinz, genetisch veränderter Organismen wie Genmais EU-weit zu verbieten, sprach sich Jürgen LENDERS, Sprecher für Landwirtschaft und Verbraucherschutz der FDP-Fraktion im Hessischen Landtag, für eine Versachlichung der Debatte aus: „Bei der grünen Gentechnik handelt es sich um eine moderne Art der Pflanzenzüchtung, bei der bestimmte, positive Eigenschaften von Pflanzen für den Anbau einer gesamten Pflanzenart nutzbar gemacht werden. Dadurch werden wichtige Lebensmittel-, Tierfutter- oder auch Energiepflanzen wie Mais beispielsweise resistent gegen Schädlinge, auf Pflanzenschutzmittel kann verzichtet werden. Auf diese Weise lassen sich schließlich Ernteausfälle und in letzter Konsequenz selbst Hungersnöte in der Dritten Welt verhindern. Doch wenn wir uns aus rein ideologischen Gründen wichtigen technischen Errungenschaften verschließen, werden wir in Europa immer weiter den Anschluss verlieren.“

Lenders weiter:

„Wir verkennen trotz aller Vorteile nicht, dass es große Verunsicherungen bei den Verbrauchern bezüglich der Nutzung von gentechnisch veränderten Pflanzen gibt. Die Bürgerinnen und Bürger sollten selbst entscheiden können, ob sie gentechnisch veränderte Nahrungsmittel auf dem Teller haben möchten oder nicht. Daher treten wir für eine Kennzeichnung für alle Lebensmittel ein, an deren Produktion gentechnisch veränderte Organismen beteiligt sind.

Das Verhalten der grünen Umweltministerin Hinz trägt hingegen nicht dazu bei, Vorurteile abzubauen. Statt die Diskussion hart an den Fakten zu führen und sachlich über das Für und Wider aufzuklären, schürt sie Ängste bei den Verbrauchern und behauptet sogar, ein Nutzen sei nicht erkennbar. Tatsächlich hat bisher noch keine Studie irgendwelche Erkenntnisse über Gesundheitsgefahren durch gentechnisch veränderte Pflanzen gebracht. Ohne eine grundsätzliche Kultur der Technologieoffenheit und Innovationsfähigkeit werden wir unseren Spitzenplatz in Forschung und Entwicklung verlieren und auch die letzten Biotech-Unternehmen aus Deutschland vertreiben.“