GREILICH zum Ausbau von Ganztagsangeboten

Bildung / SchuleWeltbeste Bildung12. September 2018

  • Warm, satt, sauber reicht nicht
  • Hohe Qualität muss von Anfang an im Mittelpunkt stehen
  • Vorrangig in Bildung investieren anstatt Wahlgeschenke zu verteilen

WIESBADEN – „Der bedarfsgerechte Ausbau von Ganztagsangeboten an den Schulen ist eine der großen Herausforderungen der hessischen Schulpolitik. Der Bedarf ist nach wie vor deutlich höher als das Angebot. Außerdem wird der Wunsch der Eltern, aber auch der Schülerinnen und Schüler nach einem Platz eher zunehmen. Aber wichtig ist den Familien, dass die Angebote eine hohe Qualität aufweisen und keine losgelösten Aufbewahrungsangebote ohne Konzept sind. Vielmehr geht es um eine sinnvolle und pädagogisch durchdachte Verbindung von schulischen und außerschulischen Aspekten, um eine qualitativ hoch­wertige Hausaufgabenhilfe und um die Sicherheit, dass das Personal auch die fachlichen Voraussetzungen mitbringt“, so Wolfgang GREILICH, schulpolitischer Sprecher der FDP-Fraktion im Hessischen Landtag.

Greilich weiter: „Warm, satt, sauber reicht für gute Ganztagsangebote an den Schulen genauso wenig wie für beste Betreuung und frühkindliche Bildung in den Kindertagesstätten. Wir benötigen eine hohe Qualität in der Betreuung von der Kita bis in die Schule. Aber statt sich dieser Verantwortung zu stellen, gibt die Landesregierung zu viel für Wahlgeschenke wie für eine Gebührenfreiheit aus, die in Wahrheit keine ist, statt in Qualität der Kitas und der Ganztagsangebote zu investieren.“

„Im Einzelnen setzen wir auf das Prinzip der Freiwilligkeit und auf eine Orientierung an den Bedarfen vor Ort. Vor allem müssen die notwendigen Ressourcen auch zur Verfügung gestellt werden. Denn die Angebote kommen auch den Kindern zugute, die zu Hause nicht optimal gefördert werden können. Denn es schafft Chancengerechtigkeit, wenn durch die Möglichkeit qualifizierter Hausaufgabenbetreuung mangelnde Unterstützungsmöglichkeiten frühzeitig abgemildert und sportliche, musische und künstlerische Aktivitäten ausgeübt werden können. Wir Freie Demokraten wollen, dass in Zukunft Hausaufgaben in so genannten Lernzeiten erledigt werden können, sodass auch die Kinder, die die Ganztagsangebote nutzen, nach Schulschluss Familien- und Freizeit haben. Dazu ist es notwendig, die Zusammenarbeit in multiprofessionellen Teams zu stärken und die Öffnung der Schulen auch durch mehr Selbständigkeit zu ermöglichen. Aber wir wollen, dass die Schulen mehr echte Ganztagsangebote erhalten. Der Pakt für den Nachmittag beinhaltet zwar Vernetzung und Kooperation, aber kein gemeinsames durchgängiges Konzept zwischen schulischem Angebot und Betreuung. Dass kann nur ein Einstieg sein und ist längst nicht so erfolgreich wie die Landesregierung uns weismachen will. Die schwarzgrüne Koalition hat damit ihr Versprechen gebrochen, allen Eltern, die dies für ihre Grundschulkinder wollen oder für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf brauchen, ein verlässliches Bildungs- und Betreuungsangebot von 7:30 bis 17:00 Uhr zu machen (vgl. Koalitionsvertrag, S. 32)“, so Greilich abschließend.