Erneuerbare Energien/Europa

17. Februar 2011

Helmut von Zech: Nur EU-weite Zusammenarbeit im Energiebereich sichert die zukünftige Energieversorgung zu einem akzeptablem Preis

Helmut von Zech, Abgeordneter der FDP-Fraktion im Hessischen Landtag, zeigt sich befremdet darüber, dass sein SPD-Kollege Timon Gremmels die Rede des EU-Energiekommissars Oettinger am Dienstag in Bad Homburg, bereits im Vorfeld in einer Pressemitteilung bewertet hatte.

„So sehr die SPD in anderen Bereichen wie z.B. der Klima- oder Sozialpolitik, auf EU-weite Harmonisierung drängt, so sehr schwingt sie bei der Frage der bezahlbaren Energieversorgung von morgen das national-regionale Fähnchen“, kommentierte von Zech die Position der SPD.

Es steht außer Frage, dass auch weiterhin die Zuständigkeit der Mitgliedstaaten für Förderregelungen und Zielvorgaben für erneuerbare Energien erhalten bleibt. Dennoch erfordert die Größe der Aufgabe eine verstärkte Zusammenarbeit der Mitgliedstaaten Europas auf EU-Ebene. „Es ist sicher nicht übertrieben festzustellen, dass wir es im Energiebereich mit dem größten Integrationsprojekt unseres Zeitalters zu tun haben“, betonte von Zech.

„Wir müssen die Windenergie vorzugsweise dort produzieren wo der Wind am meisten bläst und den Solarstrom dort, wo am meisten die Sonne scheint, alles andere wäre unwirtschaftliches Klein-Klein, das den Anforderungen nicht genügt und die Energiepreise damit weiter und dauerhaft in die Höhe treibt“, so von Zech weiter.
Additiv, aber nicht ausschließlich, sollten auch die Produktionsmöglichkeiten erneuerbarer Energien vor Ort genutzt und ausgebaut werden. Es zeugt jedoch von politischer Naivität zu glauben, dass diese große Herausforderung auf Dauer ein nationales Projekt sein könnte. Wir benötigen dauerhaft ein Energieangebot, dass Spitzenlasten im industriellen und privaten Bereich zu erschwinglichen Preisen bedienen kann. „Wer glaubt, diese Herausforderung national schultern zu können und auf den europaweiten Ausbau der Energienetze verzichten zu können, zeigt nur, dass er die Zeichen der Zeit nicht verstanden hat“, so von Zech abschließend.