Dioxin-Skandal

2. Februar 2011

Helmut von Zech: Jeder, der gegen Vorschriften zur Lebensmittelreinhaltung verstößt, gehört ordentlich bestraft
„Alle ehrlichen und integeren Verantwortlichen im Lebens- und Futtermittelbereich muss es ein Anliegen sein, dass kriminelle und fahrlässige Handlungen unterbleiben und verhindert werden“.

Weiter erklärte von Zech:

„Daher gilt: Jeder der gegen Vorschriften zur Lebensmittelreinhaltung verstößt, gehört ordentlich bestraft.
Der aktuelle Vorfall hat gezeigt, dass das Rückverfolgbarkeits- und Informationssystem der EU gut funktionierte. Deutschland hat die Vorkommnisse unmittelbar über das Schnellwarnsystem kommuniziert.
Der 14-Punkte-Plan von Bund und Ländern ist eine gute Grundlage, die Lebensmittelsicherheit in Deutschland und Hessen zu verbessern. Jedoch können diese Maßnahmen nur erfolgreich sein, wenn auch EU-weit die folgenden Punkte geregelt werden:

a)Die Trennung der Produktionsströme von technischen Fetten und
Futtermitteln
b)Eine verbindliche Positivliste der zulässigen Einzelfuttermittel
c)Regelungen zur Absicherung des Haftungsrisikos von Futtermittelunternehmen
d)Eine Meldepflicht für alle privaten Prüflaboratorien in der EU
e)Ein koordinierter Ansatz für ein EU-weit intensivierteres
Dioxin-Monitoring.

Leider fanden nicht alle diese Punkte des Aktionsplans der Bund-Länder Arbeitsgruppe die Zustimmung der EU-Kommission.

Die wirklich Geschädigten dieses Dioxin-Skandals sind unsere Landwirte und Lebensmittel produzierende Betriebe.

Die Menschen in Europa brauchen bezahlbare Lebensmittel. Viele können sich den Luxus teurer ÖKO-Produkte einfach nicht leisten. Aber deshalb müssen alle am Markt angebotenen Lebensmittel gesundheitlich unbedenklich sein. Die arbeitsteilige Produktion von Lebensmitteln kann aber nur funktionieren, wenn wir Vertrauen in die handelnden Akteure setzen können.“