Bildungspolitik

2. Dezember 2013

GREILICH: Stehen Grüne wie in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg auch in Hessen für massiven Bildungsabbau? - CDU darf Erfolge im Bildungsbereich nicht einfach zurückdrehen

„Wenn die heute im Wiesbadener Kurier gemeldeten Gerüchte einen wahren Kern haben, so werden die schlimmsten von uns seit langem geäußerten Befürchtungen wahr: Eine Regierungsbeteiligung der Grünen steht dann auch in Hessen, wie schon zuvor in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg, für einen massiven Bildungsabbau. Die geplante Reduzierung der Lehrerversorgung um 3.000 Lehrerstellen bedeutet einen Abbau von circa 6 Prozent. Während in der Koalition von CDU und FDP in der letzten Wahlperiode 2.500 Lehrerstellen zusätzlich geschaffen und damit eine historisch einmalige Lehrerversorgung von 105 Prozent geschaffen wurde, gäbe die CDU nach diesen Meldungen nicht nur diese Errungenschaft preis, sondern würde mit den Grünen sogar noch mehr Lehrerstellen abbauen und auf die Zeit vor der Regierungsbeteiligung der FDP im Jahre 2009 zurückfallen“, erklärte Wolfgang GREILICH, Vorsitzender der FDP-Fraktion im Hessischen Landtag.

Weiter erklärte Greilich:

„Es spricht nicht für die Glaubwürdigkeit der Grünen, dass man im Wahlkampf das Wort „Schulfrieden“ plakatiert und nun nach weniger als einer Verhandlungswoche bereits massiv den Rotstift im Bildungsbereich ansetzt. Dazu passt es, wenn noch das Landesschulamt wieder abgeschafft würde. Es ist ein Stück aus dem Tollhaus, wenn Schwarzgrün die Lehrerversorgung radikal zusammenstreicht, um aus einer Behörde wieder 17 selbständige Ämter mit 17 Behördenleitungen und dem damit verbundenen bürokratischen Wasserkopf zu machen. Statt die Chance zur Haushaltskonsolidierung durch Stellenabbau in der Verwaltung zu nutzen werden so die Zukunftschancen unserer Kinder aufs Spiel gesetzt.

Wer glaubt, dass der massive Abbau der Lehrerstellen und die nachteiligen Veränderungen im Verwaltungsbereich spurlos an den hessischen Schulen vorbeigehen würden, liegt falsch. Wir appellieren daher an die Verhandlungsführer der Union im Kultusbereich, die Erfolge der Bildungspolitik der schwarz-gelben Koalition nicht einfach zurückzudrehen.“