Bestmögliche Bildung für alle Kinder

Bildung / Schule1. Februar 2018

  • Kultusministerium muss Herausforderungen angehen und Problem ernst nehmen
  • Investitionen auch in die frühkindliche Bildung notwendig
  • Probleme bei Inklusion und Integration werden weggedrückt

Anlässlich der Debatte zur Bildungspolitik in Hessen stellte Wolfgang GREILICH, schulpolitischer Sprecher der FDP-Fraktion heraus: „Wir müssen für alle Kinder unabhängig von sozialer, kultureller oder ethnischer Herkunft bestmögliche Bildung ermöglichen. Wir setzen uns dafür ein, dass  die Investitionen in den Bereichen der schulischen aber auch der frühkindlichen Bildung deutlich ausgebaut werden. Kinder sollen von Beginn an beste Chancen haben und Eltern wissen, dass ihre Kinder in den Kindertagesstätten und Schulen qualitativ hochwertig betreut und gefördert werden. Deshalb müssen die Herausforderungen ernstgenommen und angegangen werden. Die Politik des Kultusministerium getreu dem Motto: nichts hören, nichts sehen und nichts sagen schadet den Kindern und Jugendlichen sowie den Lehrkräften. Diese Untätigkeit ist verantwortungslos.“

Greilich weiter:

„Noch immer häufen sich die Problemschilderungen und Überlastungsanzeigen durch Lehrkräfte und Schulleitungen. Und noch immer ist die Landesregierung nicht bereit, fachlich fundiert und ergebnisoffen die Arbeitsbelastungen untersuchen zu lassen. Wir möchten, dass auch die Entwicklung, wonach mehr und mehr Lehrer die Arbeitszeit reduzieren, weil sie die Anforderungen nicht mehr bewältigen können, ernst genommen wird.

Auch sind die Herausforderungen bei der Beschulung von Flüchtlingen und bei der Verwirklichung der Inklusion nicht weniger geworden. Lehrerverbände und Schulen weisen beinah tagtäglich darauf hin. Aber die Landesregierung negiert die Notwendigkeiten und duckt sich weg. Wir fordern, dass all diese Aspekte genau wie der Lehrermangel ernst genommen werden. Es ist offensichtlich, dass Probleme nicht dadurch gelöst werden, indem man sie wegdiskutiert. Hier hilft auch kein Verweis auf Zahlen, sondern konsequentes Handeln und Unterstützung.

Wir verdanken es den engagierten Lehrerinnen und Lehrern, dass in Deutschland der Anteil sozialschwacher Schüler mit soliden Leistungen in Deutschland gewachsen ist. Und wir müssen die Befunde für ein positives Schulklima, Freiraum für individuelle Förderung sowie die Wirkung von Ganztagsangeboten ernst nehmen. Die Selbständigkeit der Schule kann dazu beitragen und gilt zu fördern. Wir müssen dafür sorgen, dass künftig jedes Kind frühestmöglich entsprechend seinen Bedürfnissen, Begabungen und Fähigkeiten begleitet, gefördert und unterstützt wird. Denn nur so kann Chancengerechtigkeit gelingen.“