Altersarmut von Frauen

Arbeit & Soziales28. Februar 2018

  • Rahmenbedingung für Erwerbstätigkeit von Frauen verbessern
  • Stärkung der Eigenverantwortung vonnöten

„Die Gründe für Altersarmut, gerade bei Frauen, sind vielfältig. Frauen, die jetzt im Rentenbezug stehen und mit einer Rente knapp über der Grundsicherung zurechtkommen müssen, haben in der Regel über lange Zeiträume hinweg nicht oder nur in Teilzeit gearbeitet, weil es bisher kaum möglich war, Familie und Beruf miteinander in Einklang zu bringen, wenn Familien auf eine funktionierende Kleinkindbetreuung angewiesen waren.

Ein weiterer – gesellschaftlicher – Grund für Altersarmut liegt auch in der bisherigen Rollenverteilung von Mann und Frau, nach der es bis vor gar nicht so langer Zeit üblich war, dass Frauen lediglich hinzu verdient haben“, erklärte René ROCK, Fraktionsvorsitzender und sozialpolitischer Sprecher der FDP-Landtagsfraktion anlässlich der heutigen Plenardebatte zur Altersarmut von Frauen in unserer Gesellschaft.

„Deshalb ist es für uns das Wichtigste, die Rahmenbedingungen für die ungehinderte Erwerbstätigkeit von Frauen so zu verändern, dass Paare mit Kindern ohne Betreuungsstress und ohne schlechtes Gewissen, einer Vollzeittätigkeit nachgehen können.
Nur eine Vollzeittätigkeit mit kurzfristigen Unterbrechungen sichert eine auskömmliche Rente, die allerdings durch die Säule der privaten und möglichst auch betrieblichen Altersvorsorge ergänzt werden muss.

Es kann nach unserer Auffassung jedoch nicht – wie von den Linken gefordert –  die Aufgabe der Politik sein, einen bunten Strauß an staatlichen Fürsorgemaßnahmen zu binden, der Eigenverantwortung durch private Altersvorsorge ablehnt und gleichzeitig staatliche Eingriffe in die Lohnpolitik befürwortet.
Diese politische Haltung bedeutet nichts anderes als die Absicht, sich von einer sozialen Marktwirtschaft verabschieden zu wollen, die überhaupt erst die Voraussetzung dafür schafft, unseren Sozialstaat zu finanzieren.“