70. Jahrestag der Deportation der Russlanddeutschen

26. August 2011

SÜRMANN: Schicksal der Russlanddeutschen ist Teil der deutschen Geschichte
„Für jede Generation gilt es in besonderer Weise auch an das Schicksal der russlanddeutschen Heimatvertriebenen zu erinnern.“

Weiter erklärte Sürmann zum 70. Jahrestag der Deportation Russlanddeutscher:

„Demut vor den menschlich möglichen Gräueltaten, aber auch Respekt und Anerkennung für die Leistung dieser Staatsbürgerinnen und –bürger in unserer Mitte, mahnen uns stets zur Wachsamkeit und zur Selbstcourage.

Aus ihrer Heimat binnen weniger Stunden vertrieben, haben viele der Russlanddeutschen unter großen Verlusten und Leiden in Deutschland und in Hessen letztlich ein Zuhause gefunden. Hessen hingegen hat mit ihnen über 260.000 Staatsbürgerinnen und Staatsbürger gewonnen, die sich frei von Schuldzuweisungen, stattdessen mit großem Engagement in den Aufbau und die Entwicklung unseres Bundeslandes eingebracht haben.

Die Landesregierung hat 1985 eine Patenschaft für die Wolgadeutschen übernommen. Als Hessen übernehmen wir eine besondere Verantwortung für die einst im östlichen Europa beheimateten Menschen. Ihre Geschichte ist Teil der deutschen Geschichte.

Noch leben Zeitzeugen, die die Geschichte erzählen können. Wie in unserem Antrag von CDU und FDP (Drs. 18/4318) angeführt, werden wir uns auch künftig darum kümmern, dass das Gedenken an Flucht und Vertreibung vor 70 Jahren nicht in Vergessenheit gerät.“

Download des Antrags der Fraktionen von CDU und FDP betreffend 70. Jahrestag der Deportation der Russlanddeutschen