KNELL: Veränderte Finanzierung reicht nicht – Zahl der Frauenhausplätze muss massiv steigen
Sozialministerin Heike Hofmann hat heute angekündigt, dass das Land von 2027 an die Finanzierung des Frauenhilfesystems übernimmt. Dazu erklärt die Fraktionsvorsitzende und frauenpolitische Sprecherin der Freien Demokraten im Hessischen Landtag, Wiebke Knell:
„Der Betrieb von Frauenhäusern und Beratungsstellen muss verlässlich finanziert sein. Dass das Land die Betriebskosten vom kommenden Jahr an vollständig übernimmt und die Mittel aufstockt, ist daher grundsätzlich zu begrüßen. So können bestehende Strukturen langfristig abgesichert werden. Entscheidend ist aber, dass die zusätzlichen Landesmittel nicht nur kommunale Haushalte entlasten, sondern tatsächlich zu Verbesserungen für Frauen führen, die Opfer von körperlicher oder sexualisierter Gewalt sind. Am Ende kommt es darauf an, dass ausreichend Frauenhausplätze für Hilfe und Schutz suchende Frauen zur Verfügung stehen und keine Frau abgewiesen wird. Dafür muss die Zahl der Plätze massiv steigen.“
