PROMNY: Freie Demokraten fordern Rücknahme der Bildungskürzungen
- Schwarz-Rot streicht in Schulen 70 Millionen Euro
- Unwürdiger Koalitionsstreit auf Rücken der Schüler
- Jedes Kind braucht gerechte Startchancen
Moritz Promny, bildungspolitischer Sprecher der Freien Demokraten, hat die schwarz-rote Landesregierung erneut aufgefordert, die Haushaltskürzungen an Integrierten Gesamtschulen und bei der sozialindizierten Lehrkräftezuweisung zurückzunehmen: „Es ist zutiefst ungerecht, ausgerechnet dort zu kürzen, wo die Mittel am dringendsten gebraucht werden und Schülerinnen und Schüler Unterstützung benötigen. Dass jedes Kind gerechte Startchancen bekommt, ist eine Frage von Bildungsgerechtigkeit, denn Bildungschancen hängen immer noch zu stark vom Elternhaus ab“, kritisiert Promny anlässlich der heutigen, von den Freien Demokraten auf die Tagesordnung gesetzten Plenardebatte. Promny appelliert darüber hinaus, wirtschaftliche Vernunft walten zu lassen: „Wer heute bei den Schwächsten spart, zahlt morgen doppelt. Fehlende Unterstützung führt zu gebrochenen Bildungsbiografien – und am Ende muss der Sozialstaat einspringen. Es ist deutlich günstiger, jetzt in Bildung zu investieren, als später die Folgekosten zu tragen.“
Mit den Sparmaßnahmen an Integrierten Gesamtschulen, bei der sozialindizierten Lehrkräftezuweisung und bei Intensivklassen der Geflüchteten streicht die Landesregierung im aktuellen Haushalt insgesamt 70 Millionen Euro im Bereich der Bildung. „Dass sich Schwarz-Rot dann im Landtag für einen ambitionierten Haushalt im Bildungsbereich feiert, ist wirklich abenteuerlich“, erklärt Promny und erinnert daran, dass die Bildungskürzungen auch noch zu einem öffentlichen Streit der Koalitionsparteien geführt hatten: „Schwarze und rote Befindlichkeiten auf dem Rücken der Kinder und Jugendlichen auszutragen, ist unwürdig und skandalös.“
