PÜRSÜN: Schlechte Versorgung für alle ist keine Gerechtigkeit

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Yanki Pürsün, gesundheitspolitischer Sprecher der Freien Demokraten im Hessischen Landtag, hat davor gewarnt, die aktuellen Probleme in der Gesundheitsversorgung für eine Angleichung von gesetzlicher und privater Krankenversicherung zu nutzen. Anlass ist ein Antrag, den die Freien Demokraten in den Landtag eingebracht haben. „Wenn gesetzlich Versicherte zu lange auf einen Facharzttermin warten, wird ihre Versorgung nicht dadurch besser, dass Privatversicherte künftig ebenfalls länger warten. Eine schlechtere Versorgung für alle schafft keine Gerechtigkeit. Es braucht eine starke gesetzliche und eine starke private Krankenversicherung“, erklärt Pürsün.

Die Freien Demokraten wollen die gesetzliche Krankenversicherung mit strukturellen Reformen dauerhaft stabilisieren. Ein zentraler Punkt ist dabei die Finanzierung, wie Pürsün betont: „Gesamtgesellschaftliche Aufgaben muss der Bund bezahlen und darf die Rechnung nicht bei Versicherten und Arbeitgebern abladen. Ein finanzieller Ausgleich zwischen den Versicherungssystemen löst die strukturellen Probleme nicht.“

Neben einer verlässlichen Finanzierung wollen die Freien Demokraten den Zugang zu medizinischer Versorgung verbessern. „Im Jahr 2026 muss der Telefonmarathon auf der Suche nach einem Arzttermin der Vergangenheit angehören. Freie Termine müssen digital sichtbar und einfach vermittelt werden können. Die Landesregierung muss zudem die Möglichkeiten nutzen, die sie selbst hat, damit vorhandene Kapazitäten besser genutzt werden und Patienten schneller einen passenden Arzttermin bekommen“, fordert Pürsün.