KNELL: Landwirtschaftliche Ausbildung nicht nur auf dem Papier modernisieren
- Qualität der Ausbildung muss oberste Priorität haben
- Ausbildungsstätten müssen mit Anforderungen Schritt halten
- Verbändevorschläge dürfen nicht in der Schublade landen
Wiebke Knell, landwirtschaftspolitische Sprecherin der Freien Demokraten im Hessischen Landtag, fordert eine konsequente Modernisierung der landwirtschaftlichen Ausbildung in Hessen. Anlässlich der heutigen Sitzung des Landwirtschaftsausschusses am Landwirtschaftszentrum Eichhof in Bad Hersfeld und einer begleitenden Kundgebung der Hessischen Landjugend und des Hessischen Bauernverbands erklärt Knell: „Wenn wir eine starke Landwirtschaft in Hessen wollen, brauchen wir gut ausgebildete junge Menschen. Dafür sind qualifizierte Lehrkräfte, moderne Ausstattung und eine praxisnahe Ausbildung unverzichtbar. Bei der künftigen Ausgestaltung der Berufsschulstandorte muss deshalb die Qualität der Ausbildung an erster Stelle stehen.“
Mit Blick auf die neue Ausbildungsverordnung für Landwirte, die im August 2027 in Kraft tritt, betont Knell: „Es reicht nicht, die Ausbildung auf dem Papier zu modernisieren. Auch die Ausbildungsstätten müssen mit den neuen Anforderungen Schritt halten. Dazu gehören Investitionen in moderne Unterrichtsräume, Lehrwerkstätten und Unterkünfte. Wer diese notwendigen Investitionen immer weiter aufschiebt, gefährdet langfristig die Qualität der Ausbildung und damit die Zukunft unserer landwirtschaftlichen Betriebe.“
Knell begrüßt die Vorschläge der Verbände zur Zukunft der landwirtschaftlichen Ausbildung. Besonderen Handlungsbedarf sieht die FDP-Fraktion am Landwirtschaftszentrum Eichhof. Knell unterstützt die Forderung der Hessischen Landjugend, den Standort zu einem modernen Bildungs- und Kompetenzzentrum für die grünen Berufe weiterzuentwickeln: „Der Eichhof ist weit mehr als eine Ausbildungsstätte. Hier kommen Ausbildung, Fortbildung, Landessortenversuche und praxisrelevante Forschung zusammen. Diese Verbindung von Theorie, Praxis und Versuchswesen ist ein großer Standortvorteil, den wir erhalten und weiterentwickeln müssen. Die Verbände haben konkrete Vorschläge vorgelegt, wie wir dieses Potenzial nutzen und die landwirtschaftliche Ausbildung in Hessen zukunftsfähig gestalten können. Diese Vorschläge dürfen nicht in der Schublade verschwinden. Jetzt ist die Landesregierung gefordert, gemeinsam mit den Beteiligten die notwendigen Schritte zur Umsetzung einzuleiten.“
