PÜRSÜN: Verbesserungen im Praktischen Jahr sind überfällig
- Studierende warten seit zwei Jahren auf Umsetzung
- Faire Vergütung für Medizinstudierende gefordert
- Klare Regeln für Krankheitstage schaffen
Yanki Pürsün, gesundheitspolitischer Sprecher der Freien Demokraten im Hessischen Landtag, fordert bessere Bedingungen für Medizinstudierende im Praktischen Jahr (PJ). Bereits im September 2024 hatte der Landtag einstimmig entsprechende Verbesserungen beschlossen. Mit einem Dringlichen Berichtsantrag haben die Freien Demokraten die Landesregierung zum Stand der Umsetzung der beschlossenen Verbesserungen befragt. „Seit mehr als zwei Jahren gibt es einen klaren politischen Auftrag. Doch die Studierenden warten weiterhin auf entscheidende Fortschritte. Die Landesregierung muss endlich die beschlossenen Verbesserungen in der Praxis umsetzen. Wer ganztägig in einer Klinik mitarbeitet, braucht eine angemessene Vergütung und ausreichend Zeit für eine gute Ausbildung“, erklärt Pürsün.
Am Universitätsklinikum Frankfurt erhielten PJ-Studierende nach Angaben der Landesregierung zuletzt lediglich 399 Euro monatlich zuzüglich eines Essenszuschusses. Pürsün kritisiert: „Davon kann in Frankfurt niemand seinen Lebensunterhalt bestreiten. Ein Medizinstudium darf nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen. Dass der Bundesrat den Weg für höhere Aufwandsentschädigungen freigemacht hat, ist ein wichtiger Schritt. Unser Ziel bleibt aber eine Vergütung, die sich am BAföG-Höchstsatz orientiert.“
Darüber hinaus fordert Pürsün feste ärztliche Ansprechpartner, eine ausreichende Anleitung bei medizinischen Tätigkeiten und verbindliche wöchentliche Studientage. „Studierende dürfen nicht als billige Arbeitskräfte eingesetzt werden, sondern müssen gezielt auf ihren Beruf vorbereitet werden. Zudem muss die Landesregierung sicherstellen, dass auch Studierende, die bereits im Praktischen Jahr sind oder einen Härtefallantrag gestellt haben, von den neuen Krankheitstage-Regelungen profitieren. Gerade länger erkrankte Studierende brauchen Rechtssicherheit“, betont Pürsün.
